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NewYork aktuell Archiv 2011

28.10.2011
Formel 1 in New York
Vollgas am Big Apple: Die Formel 1 macht von 2013 an im Großraum New York Station. Chris Christie, Gouverneur des Bundesstaates New Jersey, erklärte am Dienstag (Ortszeit), dass die Königsklasse im übernächsten Jahr ein Rennen vor der Skyline von Manhattan austragen wird – im Bundesstaat New Jersey auf der anderen Seite des Hudson River. "Ich bin froh, dass New Jersey ab 2013 Gastgeber für die Formel-1-WM sein wird und eine der populärsten und aufregendsten Sportarten direkt in unseren Garten holt", erklärte Christie. Die Strecke soll entlang des Hudson durch Weehawken, einen Stadtteil von Hudson County, und West New York führen. Streckenbetreiber Joe De-Marco sprach von einem "fesselnden Kurs, vergleichbar mit Spa, aber mit einem Feeling wie Monaco". Der Straßenkurs soll wie die meisten neuen Strecken vom deutschen Architekten Hermann Tilke gestaltet werden. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hatte seit langem den Wunsch nach einem Rennen im Big Apple gehegt. Noch hat der Brite den Vertrag mit den Veranstaltern allerdings nicht bestätigt. Die Veranstalter versicherten jedoch, die Unterschriften von Ecclestone und dem Automobil-Weltverband FIA lägen vor. Bereits nächstes Jahr kehrt die Königsklasse nach fünfjähriger Pause in die USA zurück. Für den 18. November 2012 ist das Debüt auf der neuen Strecke in Austin/Texas geplant. Auch Austin besitzt einen Vertrag bis 2013. Die Organisatoren in New Jersey deuteten jedoch an, dass Austin durch die hohen Anlaufkosten in finanzielle Nöte geraten könnte.

01.11.2011
Tausende bei Halloween Parade in New York City
Tausende Menschen haben am Montag die Halloween-Parade in New York gefeiert. Mit Gruselkostümen, Musik und Tänzen haben die Menschen das Gruselfest in der amerikanischen Metropole gefeiert. Rund 200 Demonstranten der “Occupy Wall Street“ haben sich an der Halloween-Parade angeschlossen und hielten Schilder mit Schriftzügen wie “Stoppt die Vampir-Wirtschaft” hoch. Überschattet wurden die Halloween-Feiern an der US-Ostküste von dem überraschendem Wintereinbruch: Noch immer sind Millionen Haushalte ohne Strom, viele Menschen saßen während dem Gruselfest im Dunkeln. Tausenden Kindern wurde nahegelegt, wegen der Kälte ihre Halloween-Feierlichkeiten zu verschieben, zahlreiche Schulen blieben wegen dem Schneechaos geschlossen und der Verkehr kam wegen dem rekordverdächtigen Wintereinbruch am Wochenende zum Erliegen.

05.11.2011
Facelift für größtes Kaufhaus der Welt
Für 400 Millionen Dollar wird das der US-Warenhauskonzern Macy's in New York komplett renoviert, erweitert und mit technischen Spielereien ausgestattet.Im Frühjahr 2011 startet der Warenhausbetreiber Macy's mit dem Makeover seines Haupthauses in New York. Vier Jahre wird es dauern bis der Flagshipstore am Herald Square um 10.000m² auf rund 120.000m² erweitert sein wird, wie der Konzern auf seiner Website bekannt gibt. Dabei soll auch eine der größten Schuhabteilungen der Welt entstehen. Die Qual der Wahl zu haben bekommt bei den gewaltigen Dimensionen eine neue Bedeutung: So steht den Kunden auf der neuen Verkaufsfläche von 3900m² ein Angebot von 300.000 Paar Schuhen zur Verfügung. Pro Jahr lockt die Macy's Niederlassung in New York 200.000 Millionen Kunden an. Diese Zahl soll mit dem Umbau noch einmal kräftig gesteigert werden. Im Fokus steht die junge Generation. Um die Jugendlichen anzulocken, darf es an technischen Finessen nicht fehlen. Darum plant Macy's das Shoppinerlebnis mit eigenen Videoproduktionen, digitalen Wegweisern und Produktinformationen, sowie einem verbesserten „digitalen Schuhfinder" aufzupeppen. Zudem können Kunden mit IOS oder Android Smartphones die "Macy's Believe-o-Magic" -App herunterladen und mittels augmented reality technology mit den animierten Stars der dazugehörigen Kampagne interagieren. „Unser neues Design reflektiert die Vorlieben einer neuen Generation. Viele unsere Produkte werden künftig nicht nach starren Kategorien geordnet sein. Es geht vielmehr um Lifestyle. Wir wollen den Kunden helfen ihren persönlichen Look zu kreieren, ganz unabhängig von Abteilungen", sagt Macy's CEO Terry J. Lundgren gegenüber dem Forbes-Magazin. Er verspricht, dass nach der Rundumerneuerung alle Abteilungen „frisch, interessant und unterhaltsam" sein werden. Das zeigt sich an den Plänen für die Abteilung für junge Mode. Dort soll es künftig ein Nagelpflege-Studio und ein Pub geben. Schon jetzt ist der Macy's Flagshipstore in New York der profitabletse der 850 Macy's und Bloomingdales Filialen. Ingsgesamt verkaufte der Konzern im September waren im Wert von 2,3 Milliarden Dollar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat enspricht das einer Steigerung von 4,9 Prozent. Für 2011 sieht Macy's einen Gewinn im Bereich zwischen 2,25 bis 2,30 Dollar je Aktie voraus.

02.10.2011
Demostration auf der Brooklyn Bridge
Demonstranten haben in New York den Verkehr auf der Brooklyn Bridge teilweise lahmgelegt. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben etwa 700 Protestierende fest. Die New Yorker Polizei hat am Samstag eine Demonstration gegen zunehmende Armut und die Macht der Banken auf der Brooklyn Bridge aufgelöst und hunderte Teilnehmer festgenommen. Nach Polizeiangaben wurden rund 700 Protestierer festgenommen. Zu dem Einsatz sei es wegen der Behinderung des Strassenverkehrs gekommen, sagte Polizeisprecher Paul Browne dem Blatt. «Demonstranten, die den Fussweg der Brooklyn Bridge benutzt haben, wurden nicht festgenommen.»
Der Demonstrationszug mit rund 1500 Teilnehmern war Teil der Protestaktion «Occupy Wall Street» («Besetzt die Wall Street»). Die Demonstranten harren seit zwei Wochen im New Yorker Finanzviertel in der Nähe der Wall Street aus. Sie protestieren unter anderem gegen geldgierige Unternehmen, die Klimaerwärmung und soziales Ungleichgewicht. Dabei kam es mehrfach zu Zusammenstössen mit der Polizei.

21.10.2011
Investor kauft New Yorker Taxi-Lizenz für eine Million Dollar
Es ist eine ungewöhnliche Anlageform: Für jeweils eine Million Dollar haben laut einem Zeitungsbericht zwei New Yorker Taxi-Lizenzen den Besitzer gewechselt. Das ist die höchste Summe, die jemals für eine solche Zinn-Plakette bezahlt wurde - Experten bewerten den Preis aber als realistisch. New York - Wer in New York sein eigenes Taxi fahren möchte, sollte das nötige Geld besitzen - viel Geld: Für jeweils eine Million Dollar haben in der amerikanischen Metropole zwei Taxi-Lizenzen den Besitzer gewechselt. Wie die "New York Times" berichtet, schlugen die beiden Zinn-Plaketten damit als teuerster Verkauf in der Geschichte der New Yorker Taxis zu Buche. Dennoch sehen Kenner des Markts den Preis als angemessen an. Das Geschäft mit den Berechtigungen ist inzwischen ein eigener, durchaus lukrativer Markt: 1937 gingen die ersten Plaketten für gerade mal zehn Dollar über den Tisch, im heutigen US-Geldwert wären das rund 157 Dollar. Bereits Ende der sechziger Jahre wurden die Lizenzen bereits mit rund 25.000 Dollar gehandelt.
Die wertvollen Abzeichen dienen dem Bericht zufolge als Anlage, ähnlich wie Immobilien: Wer sich aus dem Geschäft zurückzieht, kann sie meist mit einer beträchtlichen Wertsteigerung verkaufen. Der Kauf einer solchen Plakette sei laut Experten ähnlich zu bewerten wie der Erwerb eines Apartments in Manhattan, der als relativ sichere Anlageform gilt. Auf den Handel mit den Lizenzen haben sich eigene Broker spezialisiert. So wurde der Verkauf der beiden Millionen-Plaketten von Nat Goldbetter vermittelt, der selbst 1960 als Fahrer ins Taxigeschäft eingestiegen war. Bereits 1985 hatte er mit der ersten 100.000-Dollar-Plakette Schlagzeilen gemacht. Nach Angaben der Zeitung gibt es in der Metropole derzeit 13.237 der Plaketten, die auf den Motorhauben der Fahrzeuge befestigt werden.

24.10.2011
Die Freiheitsstatue wird 125. Jahre
Sie gehört zu den bekanntesten Symbolen der Welt: Die Freiheitsstatue war für Millionen das Zeichen für Demokratie und ein besseres Leben. Jetzt hat sie Geburtstag. Das Geschenk kam zehn Jahre zu spät, war viel teurer als erwartet und der Beschenkte musste auch noch ordentlich draufzahlen - und trotzdem war es ein Volltreffer. Die Freiheitsstatue ist eines der bekanntesten Symbole der Welt. Sie steht für die USA und New York, für Freiheit und Demokratie - und für die Hoffnung von Millionen Einwanderern auf ein besseres Leben. Am 28. Oktober wird "Lady Liberty" 125 Jahre alt. Die Idee stammt von Édouard Lefebvre de Laboulaye. Der Pariser Politiker war glühender Anhänger der amerikanischen Freiheitsideale - zumal zu Hause gerade Napoleon III. diktatorisch regierte. Deshalb sollte ein Freiheitssymbol als Geschenk an die Amerikaner zum 100. Jahrestag der Unabhängigkeit auch eine Botschaft an den Kaiser sein. Als de Laboulaye 1865 das Denkmal vorschlug, war es für ihn nur natürlich, dass es ein gemeinsames Werk beider Nationen sein müsse. Elf Jahre Zeit blieben bis zum 4. Juli 1876, und der Bildhauer Frédéric-Auguste Bartholdi machte sich sogleich an die Arbeit. Eigentlich hatte er zur Eröffnung des Suezkanals einen gewaltigen Leuchtturm in Frauengestalt bauen wollen, doch daraus wurde nichts. Nun zog der Elsässer die Pläne wieder aus der Schublade, diesmal für New York. Aus "Egypt Bringing Light to Asia" wurde "Liberty Enlightening the World". Für das Gesicht fand Bartholdi rasch ein Modell: Seine Mutter. Doch solch ein Koloss kostet Geld. Viel Geld. Die Franzosen sammelten, Bartholdi verkaufte Repliken und Charles Gounod schrieb nach seiner Meisteroper "Faust" noch eine Kantate, um für Spenden zu werben. Bartholdi fand derweil den Standort: Bedloe's Island, heute Liberty Island genannt, direkt vor der Hafeneinfahrt New Yorks. Nachdem Einzelteile der Statue auf Ausstellungen präsentiert worden waren, wurde sie in Kisten verpackt nach Amerika verschifft. In Amerika hielt sich die Begeisterung zunächst in Grenzen. "Naja, würden Sie sich freuen, wenn Sie für Ihr Geburtstagsgeschenk bezahlen müssten?", erklärt Daphne Yun vom Nationalparkamt auf der Insel den Missmut von damals. "Die Statue war zwar ein Geschenk, den Sockel sollten aber die Amerikaner bezahlen." Nach einem Aufruf des Verlegers Joseph Pulitzer kamen rund 102.000 Dollar zusammen - 80 Prozent davon in Spenden von nicht mehr als einem Dollar. Selbst eine Kindergartengruppe aus Iowa schickte 1,35 Dollar. Die Statue kam - aber zehn Jahre zu spät. Am 28. Oktober 1886 war es soweit. Eine Parade zog zum Hafen, und als sie an der Wall Street vorbeikam, warfen die begeisterten Händler die Papierstreifen ihrer Börsenschreiber aus den Fenstern und erfanden so das moderne Konfetti. Auf der Insel selbst waren übrigens ausschließlich geladene Gäste - und nur zwei Frauen. Denn eigentlich waren Damen nicht zugelassen, sie könnten in dem Gedränge Schaden nehmen.

17.09.2011
Zehntausende Menschen bei Steuben-Parade in New York
In New York haben Zehntausende Menschen am größten Fest der deutschen Auswanderer in den USA teilgenommen, der jährlichen Steuben-Parade. In dem Festumzug auf der Fifth Avenue waren wieder Dutzende Trachtengruppen, Spielmannszüge und moderne Präsentationen aus den USA und Deutschland vertreten. Die Steuben-Parade gibt es seit 1957. Sie wurde benannt nach Friedrich Wilhelm von Steuben, einem preußischen Hauptmann, der als General den Amerikanern zum Sieg im Unabhängigkeitskrieg verhalf. - Die Schirmherrschaft hatten in diesem Jahr Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner, Deutsche-Welle-Intendant Erik Bettermann, der neue deutsche Botschafter in Washington, Peter Ammon, sowie die in den USA bekannte Fernsehmoderatorin Samantha Brown. Deutsch-Amerikaner stellen gemäss der Volkszählung die grösste ethnische Gruppe dar. In New York City sollen ca. 500.000 Einwohner deutscher Abstammung sein. Veranstalter ist das German-American Steuben Parade Committee of New York.

26.09.2011
New York plant Park unter der Stadt
Tageslicht tief unter Manhattan: In New York planen drei Unternehmer einen grünen Park in einem verfallenen unteridischen Straßenbahnterminal. Mit Hightech-Kabeln und Spiegeln wollen sie Sonnenlicht in die Dunkelheit bringen. Mit Hilfe optischer Kabel und Spiegel will James Ramsey, Chef des Architekturbüros RAAD, Sonnenlicht in ein ausgedientes Straßenbahnterminal unter der Delancey Street leiten, wie New Yorker Medien berichten. "Wir kanalisieren das Sonnenlicht, so wie es schon die alten Ägypter bei ihren Grabanlagen taten, nur auf eine supermoderne Art", sagte Ramsey dem "New York Magazine". Mit oberirdischen Solarpanelen soll das Sonnenlicht eingefangen werden, im "Delancey Underground" soll dann sogar eine Photosynthese möglich sein, damit hier Bäume und Blumen wachsen können. Seit 60 Jahren verfällt die unterirdische Anlage, die mit einer Fläche von 8000 Quadratmetern über reichlich Platz für Bäume und Wege verfügt. Das Projekt betreibt Ramsey zusammen mit zwei Partnern, die sich um Technologie und Finanzierung kümmern sollen. Die Lower East Side sei einer der Bereiche New Yorks mit den wenigsten Grünflächen, betonte das Team. Bevor sie jedoch mit dem Bau beginnen können, muss noch die Stadtverwaltung zustimmen.

31.09.2011
Schnitzeljagd per SMS durch New York
Eine etwas andere Art, den "Big Apple" zu entdecken. "Stray Boots" ("Streunende Stiefel"), so heißt die erste digitale Schnitzeljagd in Manhattan. Per SMS wird man so durch die ganze Stadt gelotzt und entdeckt so manche unbekannte Ecke der Millionenmetropole.
Pro Stadtviertel bekommt man per SMS 32 Fragen aufs Handy, die man auch wieder per SMS beantworten muss. Für richtige Antworten gibt es Punkte: 20 Punkte bei schwierigen Fragen, 10 Punkte für leichtere. Für falsche Antworten werden Punkte abgezogen. Wenn man Schwierigkeiten hat, die Antwort zu finden, kann man per SMS auch Hilfe anfordern.
Um zu erfahren, "welche Eishockeymannschaft ihre Heimspiele im "Garden" austrägt", muss man Einheimische fragen. Dadurch entstehen Möglichkeiten, nette Gespräche zu führen und mit den Leuten in Kontakt zu kommen.
"Als was war die älteste Bar New Yorks verkleidet, als man in der Stadt keinen Alkohol trinken durfte?" Die lustige Antwort: Als Blumenladen! Durch witzige, knifflige und teils skurrile Fragen lernt man die Stadt mal von einer ganz anderen Seite kennen und findet versteckte Läden oder Restaurants, in die man ohne die interessante Schnitzeljagt sicher nie gegangen wäre. Weitere Informationen gibt es unter www.strayboots.com

08.09.2011
Ein schwimmender Designer-Pool für New York
Im East River planschen mit Blick auf Manhattan – dieser Traum könnte für die New Yorker bald Wirklichkeit werden: Ein junges Designer-Trio plant jetzt ein Schwimmbad mitten im Fluss. Der „Plus Pool“ soll die Form eines Pluszeichens haben und mit Flusswasser gefüllt sein. Im Sommer 2010 war es im Big Apple ungewöhnlich heiß. „Wie cool wäre jetzt ein Bad im Fluss!" – dachten sich Dong-Ping Wong, Archie Lee Coates IV und Jeffrey Franklin. Doch der East River ist verschmutzt. Und so kamen die drei Designer auf die Idee, einen schwimmenden Pool zu bauen. Das Konzept ist nicht neu: In Zürich, Paris und Berlin gibt es bereits schwimmende Becken. Badende haben hier das Gefühl, im See, in der Spree oder in der Seine zu schwimmen. Doch anders als diese Badeschiffe wird der Plus Pool nicht mit Chlorwasser gefüllt sein. Er nutzt das Wasser das East Rivers. Außenwände aus einer durchlässigen Membran filtern Schmutz, Bakterien und schlechte Gerüche aus dem Flusswasser. Der Pool hängt also wie ein riesiges Sieb im Fluss.
Die britische Baufirma Arup hat den Designern ihre Unterstützung zugesagt – jetzt fehlt nur noch das Geld: Rund 500 000 US-Dollar werden für den Plus Pool insgesamt benötigt. Die Summe soll von den New Yorkern kommen, die das Projekt gut finden: Beim „Crowd Funding“ über die Spenden-Website Kickstarter sind bereits mehr als 40 000 Dollar zusammengekommen. Derzeit wird das Filtersystem getestet. Wenn alles läuft wie geplant, könnten die New Yorker vielleicht schon nächsten Sommer in ihrem eigenen Badeschiff abtauchen...

11.09.2011
USA gedenken der Opfer der Anschläge vom 11. September 2001
Zehn Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 haben die USA mit einer emotionalen Zeremonie am Ground Zero in New York an die fast 3000 Getöteten erinnert. An dem Ort, wo Al-Kaida-Extremisten das WTC mit gekaperten Flugzeugen zum Einsturz brachten, verlasen Hinterbliebene die Namen der Opfer.Die Veranstaltung am Sonntag markierte den Höhepunkt des Gedenkens an 9/11. Präsident Barack Obama und sein Vorgänger George W. Bush, der 2001 im Amt war, standen Seite an Seite, als ein Chor die Zeremonie mit der US-Nationalhymne eröffnete. "Sie waren unsere Nachbarn, unsere Freunde, unsere Ehemänner, Ehefrauen, Brüder, Schwestern, Kinder und Eltern. Sie waren die, die zur Hilfe geeilt sind", sagte Obama. Anschliessend verlas er aus der Bibel den 46. Psalm "Gott ist unsere Zuversicht und unsere Stärke". Bush zitierte aus einem Brief, den US-Präsident Abraham Lincoln 1864 einer Mutter geschickt hatte, die fünf Söhne im Bürgerkrieg verloren hatte. Darin schrieb er von der "unendlichen Trauer", die aber durch den Stolz gemildert werden könne, dass die Söhne für die Verteidigung der Demokratie und der Republik gestorben seien. An der Gedenkfeier nahmen auch New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg sowie dessen Vorgänger Rudolph Giuliani teil.
Gedenken an Angehörige und Freunde
Danach begannen Hinterbliebene, die Namen der Opfer zu verlesen. Dabei wurde die Atmosphäre sichtbar emotionaler: Viele Teilnehmer weinten; Kinder umklammerten Stofftiere. Ein Sohn verband den Namen seines getöteten Vaters mit einer Aufzählung all dessen, was er dem Vater zu verdanken hat. "Du hast mir das Velofahren beigebracht, das Fussballspielen...". Einige Trauergäste hielten Fotos eines Opfers hoch. Sie tauschten Erinnerungen an die Angehörigen oder Freunde aus, die in den Trümmern des World Trade Center (WTC) gestorben waren. Jeder Zweite trug eine kleine Flagge in der Hand. Viele waren mit T-Shirts und Kappen der New Yorker Feuerwehr bekleidet.
Sechs Schweigeminuten
Die Veranstaltung fand vor der Kulisse der in den Himmel wachsenden Neubauten des WTC statt. Sie wurde immer wieder von Schweigeminuten unterbrochen zu den Uhrzeiten, an denen die beiden Passagierflugzeuge in das WTC rasten sowie die Zwillingstürme einstürzten. Auch an den Einschlag eines Flugzeugs ins Pentagon in Washington und den Absturz einer vierten entführten Maschine nahe Shanksville im Bundesstaat Pennsylvania wurde mit einer Gedenkminute erinnert. Während der Zeremonie wurde es in der Metropole New York geradezu still - zu Beginn stand der Verkehr still, sämtliche Bauarbeiten wurden eingestellt.
Mahnmal eröffnet
Zum 10. Jahrestag wurde auf Ground Zero auch ein Mahnmal für die Opfer eröffnet. Hunderte Menschen strömten zu den beiden quadratischen Becken, an deren 60 Meter breiten Kanten Wasser fast zehn Meter in die Tiefe stürzt. Die Namen aller 2983 Opfer sind auf Bronzeplatten an den Rändern eingelassen. Die Menschen suchten die Namen ihrer Angehörigen und kopierten sie mit Bleistiften auf Papier. Angst vor Anschlägen Je näher der Jahrestag gekommen war, desto nervöser waren die US-Amerikaner geworden. Zuletzt hatte die Regierung wegen als glaubhaft eingestuften aber unbestätigten Berichten über neue Angriffspläne der sunnitischen Terrororganisation Al-Kaida die Sicherheitskräfte in New York und Washington in höchste Alarmbereitschaft versetzt.
In Manhattan, wo sich Ground Zero befindet, waren die Massnahmen besonders streng: Die Polizei nahm an Zufahrtsstrassen, Tunneln und Brücken Autokontrollen vor, errichtete diverse Strassensperren und verlangte von Passanten Ausweispapiere. Auch die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung wurden durchleuchtet.

16.09.2011
New York führt öffentlichen Fahrradverleih ein
Sportlich unterwegs im Big Apple: Ab 2012 können auch New-York-Besucher an öffentlichen Dockstationen Fahrräder ausleihen. Das Jahresabo soll günstiger sein als eine Monatskarte für Busse und Bahnen. Ab dem Sommer kommenden Jahres sollen 10.000 Leihfahrräder an den Straßen von New York geparkt sein. Die Millionenstadt an der US-Ostküste plant wie andere Metropolen vor ihr ein öffentliches Fahrradverleihsystem, wie die Leiterin der New Yorker Verkehrsbehörde, Janette Sadik-Khan, am Mittwoch mitteilte. An insgesamt 600 Stationen im "Big Apple" sollen die Räder gemietet werden können. New York setzt auf ein Verleihsystem, das seit dem Frühjahr 2009 bereits im kanadischen Montréal im Einsatz ist. Die Radler müssen sich anmelden und erhalten nach der Zahlung einer Abogebühr eine Chipkarte, mit der sie ein Fahrrad mieten können. Der Preis eines Jahresabonnements soll dabei günstiger sein als eine Monatskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel in New York, die derzeit 104 Dollar (rund 76 Euro) kostet. Ein ähnliches System ist in den USA bereits in der Hauptstadt Washington im Einsatz.

12.08.2011
Freiheitsstatue wird für ein Jahr geschlossen
Die Statue of Liberty, das berühmteste Wahrzeichen New Yorks, wird wegen Renovierung für ein Jahr geschlossen. Liberty Island und der Zugang von außen bleiben jedoch offen. Das Symbol der Freiheit zählt jährlich über drei Millionen Besucher. Seit dem 11. September jedoch hat die 93 Meter hohe Statue lange Phasen von Schließung und Renovierung hinter sich. Unmittelbar nach den Terroranschlägen war der Aufstieg bis in die siebenstrahlige Krone aus Sicherheitsgründen verboten worden. Auch der Zugang auf die Aussichtsplattform unterhalb der Bronzestatue war für drei Jahre geschlossen. Für rund 6,7 Millionen US-Dollar wurden damals der Brandschutz und die Sicherheitsmaßnahmen verbessert. Erst zum 4. Juli 2009 wurde dann auch wieder der Besuch in den Kopf von Lady Liberty erlaubt. Täglich durften 240 zufällig ausgesuchte Besucher die 146 engen Stufen bis ganz nach oben steigen.
Renovierung für 27 Millionen US-Dollar. Nun allerdings wird erneut das gesamte Innere der Freiheitsstatue gesperrt. Wie die „New York Times“ berichtet, müssen über 27 Millionen US-Dollar investiert werden, um Amerikas Nationalsymbol auf den neuesten Stand der Technik und Sicherheitsstandards zu bringen. Das Monument bleibt noch bis zu seinem 125. Geburtstag am 18. Oktober dieses Jahres geöffnet. Danach beginnt die einjährige Renovierungsphase. Befürchtungen, dass die Touristenzahlen nach Liberty Island drastisch abnehmen, entgegnet David Luchsinger, Leiter der Stätte, in der „New York Times“, dass die große Mehrheit der Besucher sowieso nicht die Statue besteigen wollten. „Die meisten bekommen also genau das zu sehen, was sie sehen wollten“, so Luchsinger.

14.08.2011
Dauerregen überflutet Teile New Yorks
Mehr als 24 Stunden Dauerregen haben einige Teile der Stadt New York in Wassermassen versinken lassen. Insbesondere auf Staten Island waren die Fluten am Sonntag (Ortszeit) in einigen Strassen hüfthoch. Autos steckten fest und mussten verlassen werden, Tausende Keller liefen voll. Feuerwehr und andere Helfer waren ständig im Einsatz. In Manhattan mussten einige U-Bahn-Stationen geschlossen werden, weil die Schächte unter Wasser standen. Auf den Stadtautobahnen ging es teilweise nur im Schritttempo voran. Teilweise drohten sogar Erdrutsche. Die Abflüsse waren zum grossen Teil verstopft oder schlicht voll. Schnelle Entlastung ist nicht in Sicht: Am Montag und Dienstag sollte es weiter regnen, allerdings nicht mehr so stark.

19.08.2001
16-Tonnen-Truck durchbricht Parkhauswand
Zeugen trauten ihren Augen nicht, als in den USA plötzlich ein riesiger Lastwagen über ihren Köpfen hing. In der Kabine schrie der Fahrer um Hilfe. New York, Stadtteil Queens, 9 Uhr morgens: Ein lauter Knall hallt durch die Straßenschlucht, mit einem Mal hängt ein tonnenschwerer Lastwagen in der Luft, Trümmer stürzen herab. „Ich schaute nach oben und sah einen Truck aus dem Fenster kommen“, sagte ein Augenzeuge den "New York Daily News". „Ich dachte, das kann nicht real sein, das muss ein Film sein.“ Und ein weiterer Passant sagte der “New York Post“: „Der Fahrer schrie höllisch, er sah aus, als stünde er unter Schock.“ Wie US-Medien berichten, war ein Mechaniker der New Yorker Stadtreinigung mit einem 16 Tonnen schweren Salz-Streuwagen im dritten Stock eines Werkstatt- und Parkhausgebäudes unterwegs. Dabei verwechselte der Fahrer, Robert Legall (56), offenbar Gaspedal und Bremse und verlor die Kontrolle über sein Gefährt. Der Truck durchbrach die äußere Wand des Gebäudes, er rutschte die Fassade hinab, nur das Heck steckte noch im Gebäude. Steine und Metallteile fielen auf die Straße. „Ich hatte verdammt große Angst. Ich dachte, das ganze Gebäude kommt runter“, schilderte ein 17 Jahre alter Augenzeuge den Vorfall. Wie genau es zu dem Unfall kommen konnte, ist bislang unklar. Der Unfallfahrer arbeite seit mehr als zehn Jahren in dem Betrieb und gelte als erfahren und zuverlässig, sagte ein Mitarbeiter des betroffenen Departments, John J. Doherty. „Es gibt Schilder, die die Fahrer auffordern, langsam zu fahren. Er ist mit den Vorschriften vertraut gewesen, wir denken, es war einfach ein sehr unglücklicher Unfall.“ Legall habe großes Glück gehabt, dass er nicht durch die Windschutzscheibe gefallen sei. „Er hat sich am Lenkrad festgeklammert, das hat sein Leben gerettet“, sagte Doherty. Die Feuerwehr konnte den 56-Jährigen schließlich durch das Seitenfenster in den Korb eines Kranwagens heben. „Sie mussten die Scheibe rausschlagen. Er war ein großer, schwerer Mann und er schien bewusstlos zu sein”, berichtete ein Augenzeuge.

30.07.2011
Kreuz aus Stahlträgern in New Yorker Gedenkstätte errichtet
Fast zehn Jahre nach den Anschlägen auf das World Trade Center in New York ist ein Kreuz aus Stahlträgern des eingestürzten Gebäudes für die Opfer errichtet worden.Priester Brian Jordan weihte am Samstag das gut fünf Meter hohe Kreuz, das anschliessend zur Gedenkstätte für die fast 3000 Opfer des 11. Septembers 2001 transportiert wurde. Mehrere Dutzend Überlebende, Angehörige von Opfern und Rettungshelfer nahmen an der Zeremonie teil. Viele von ihnen hatte Jordan nach den Anschlägen betreut.
Arbeiter hatten das Kreuz bei den Aufräumarbeiten inmitten der Trümmer entdeckt. Zwei Stahlträger waren so übriggeblieben, dass sie genau ein christliches Kreuz bildeten, dass leicht geneigt in den Trümmern stand. Für viele New Yorker war das Kreuz ein Zeichen der Hoffnung.Das Kreuz war in New York immer wieder umgezogen und in den vergangenen zehn Jahren Mittelpunkt Hunderter Messen, viele davon mit Jordan. «Nach einer zehnjährigen Reise des Glaubens hat es nun endlich sein Zuhause gefunden», sagte der Franziskaner.Der Gedenkpark nimmt etwa die Hälfte des Areals ein, auf denen früher die Zwillingstürme und die umliegenden Gebäude standen. Auf dem übrigen Gelände entsteht ein neuer Büroturm, flankiert von anderen Wolkenkratzern. Museum und Gedenkstätte werden am 11. September, dem zehnten Jahrestag der Anschläge, mit Präsident Barack Obama eröffnet. Während der Gedenkpark am nächsten Tag für die Öffentlichkeit zugänglich sein soll, schliesst das Museum bis zur eigentlichen Eröffnung im nächsten Jahr.

06.08.2011
Hamsterkäufe gegen Pleitegeier
Weil ihr Lieblingsladen geschlossen werden sollte, haben sich die Kunden etwas Besonderes einfallen lassen. Sie kauften den ganzen Shop leer. Der meterlange Kassenbon wird versteigert. Als die New Yorker Sängerin Jody Gnant hörte, dass ihr Lieblingsladen Her­cules Fancy Grocery vor dem Bankrott stand, zögerte sie nicht lange. Gemeinsam mit einer Gruppe befreundeter Künstler heckte sie einen Plan aus: Die Künstler sammelten Geld, packten die rund 20.000 Dollar in einen Aktenkoffer und betraten den Laden. Dort taten sie etwas, das vermutlich noch nie zuvor jemand getan hatte: Sie kauften den ganzen Laden leer. Unter dem verdutzten Blick des zu Tränen gerührten Ladeninhabers Hercules Dimitratos räumten sie die Regale und Auslagen, die Kühlschränke und Tiefkühltruhen bis auf den letzten Artikel aus. Und damit begann für Hercules, einen älteren Mann, der den Laden über 40 Jahre geführt hatte, das grosse Tippen. In sechs Stunden tippte er mehr als 3000 Artikel in seine alte Kasse, über 17 Meter lang war der Kassenbon, der sich auf dem Fussboden kringelte. Die genaue Summe des ­Rieseneinkaufs verraten die ­Intensivshopper nicht. Wer sich jedoch auf eBay umsieht, kann vielleicht Näheres in Erfahrung bringen: Noch bis zum 9. August wird dort der Riesen-Kassenbon zum Verkauf angeboten, berichtet Dnews.de. Der Gewinn wird vollumfänglich an Hercules gespendet. Und wer bereit ist, eine ganze Million Dollar hinzublättern, darf die lange Papierschlange sofort sein Eigen nennen.

10.08.2011
NYC: Eataly feiert am 31. August 1. Geburtstag
Eataly, der größte italienische Naschmarkt der Welt, als Konzept 2007 in Turin geboren, feiert am Standort New York City 1. Geburtstag. Daraus soll am letzten Augusttag an der Fifth Avenue (23rd Street) ein großes Fest werden. Zwischen 17.00 und 21.30 Uhr gibt es alle 45 Minuten ein sogenanntes ’progressive dinner’ – ein Mega-Gang plus Wein – zum Preis von 180 $ inklusive Steuern und Trinkgeld. An sogenannten ’communal tables’ können jeweils 40 Leute Platz nehmen, die Fans von italienischem Essen und Eataly als Spitzenstandort für Food und Foodservice erwarten ein Spektakel. Gleichzeitig: Preiswertangebote wie 150 g italienische Mortadella für 2 $, eine Flasche Barbera d’Alba für 6 $ oder Rotweinessig, 0,5 l für 3 $. Limitierte Mengen im Angebot.
Eataly ist ein einzigartiges Konzept auf hohem Food- und Design-Niveau – aktuell eine der Top 3 Pilgerstätten für Gastro-Profis weltweit. Auf 5.000 qm Fläche in NYC partnert der italienische Gründer Oscar Farinetti mit den drei örtlichen kulinarischen Größen Mario Batali, Joe Bastianich und Lidia Matticchio Bastianich. Beim Start vor zwölf Monaten hieß es: „Part of Eataly’s mission is to celebrate and foster understanding of the Italian table – a place where ingredients come from people with names and faces. To that end, it will include a cooking school and even an in-house travel agency that will organize trips.”
Der Erdgeschoss-Store wird durch einen Roof Top-Biergarten ergänzt. Wer also in den nächsten Tagen/Wochen zufällig in Manhattan weilt und noch nie bei Eataly vorbeigeschaut hat, sollte das unbedingt tun! www.eatalyny.com

04.07.2011
Streit über fremdsprachige Beschilderung in New York
Besonderheiten sind angeblich Sicherheitsproblem
New York ist für seine kulturelle Vielfalt berühmt. Neben "China Town" und "Little Italy" gibt es Viertel, in denen die Beschilderung an Geschäften fast ausschließlich auf Spanisch, Koreanisch oder Russisch gehalten ist. Wenn es nach zwei Mitgliedern des Stadtrats geht, könnte sich dies bald ändern. Fremdsprachige Schilder seien nicht nur für Konsumenten ein Problem, sondern auch für eine einwandfreie Identifizierung etwa durch Polizei oder Feuerwehr, argumentieren Peter Koo und Dan Halloran.
Einem von den beiden Lokalpolitikern eingereichten Gesetzentwurf zufolge soll in allen Teilen New Yorks daher künftig die Verwendung der englischen Sprache vorgeschrieben sein. Die Aussichten sind allerdings ungewiss: Die Leiterin des städtischen Ausschusses für Kleingewerbe, Diana Reyna, sieht die Gefahr, dass dadurch der Charme der einzelnen Viertel verloren gehen könnte.

08.07.2011
Obdachloser will sich 1. Million erschnorren und Helfen
Der 29-jährige Chris Coon lebt auf den Straßen von New York und hält sich durch Betteln über Wasser. Anfang Mai hat er eine kuriose Aktion ins Leben gerufen und versucht sich eine Million Dollar zu erschnorren um sich und anderen Obdachlosen zu helfen.
Tag für Tag stellt er sich auf die Straße, bettelt Menschen an und gibt ihnen seine Visitenkarte mit, auf der er seine Aktion bewirbt. Seine Einnahmen protokolliert er haarklein in einem Buch und auf seiner Internetseite " askamillion.com".
Bisher hat der 29-Jährige seit Beginn seines Experiments, wie er es selbst nennt, 3.462 Menschen um Geld gebeten, doch der Erfolg war mit 1.205 Dollar eher mager. Dennoch hofft Coon, dass er sich mit dem erschnorrten Geld bald ein Heim zulegen, seine Töchter finanziell unterstützen zu können und anderen Obdachlosen helfen kann.

23.07.2011
Rekordzahl von Trauungen in New York nach Homo-Ehe-Legalisierung
Wenn am Sonntag in New York das Gesetz zur Legalisierung der Ehe gleichgeschlechtlicher Paare in Kraft tritt, wird es eine Rekordzahl von Trauungen geben. Wie das Bürgermeisteramt der US-Metropole mitteilte, wurden für Sonntag insgesamt 823 Eheschliessungen beantragt - fast ausschliesslich von Partnern gleichen Geschlechts.
Die ursprüngliche Absicht der Stadtverwaltung, angesichts des grossen Ansturms Termine zu verlosen, gab das Amt wieder auf - nun sollen alle heiratswilligen Paare verheiratet werden. Das Amt riet den Paaren aber, "am Morgen und nicht später als 15.45 Uhr" zu kommen. Die bisherigen Heiratsrekorde gab es in New York am 14. Februar 2003, einem Valentinstag, mit 621 Eheschliessungen sowie am 8. August 2008 wegen der Schnapszahl 08/08/08 mit 610 Trauungen.
Ende Juni hatte New York als bisher bevölkerungsreichster US-Bundesstaat die gleichgeschlechtliche Ehe legalisiert. Bisher erlaubten nur Iowa, New Hampshire, Massachussetts, Connecticut und Vermont sowie der Bundesdistrikt Washington die Homo-Ehe. Mehrere andere Staaten erlauben eine zivile Partnerschaft, aber keine Ehe für für gleichgeschlechtliche Paare.

26.06.2011
Hunde auf dem Times Square in New York
Jedes Jahr zur Sommersonnenwende treffen sich Yoga-Fans zu gemeinsamen Sonnengrüßen auf dem Times Square. Sechs Teilnehmer erzählen, wie es war. Am Times Square schieben sich zu jeder Uhrzeit Menschenmassen an blinkenden Billboards und hupenden Taxen vorbei. Doch an diesem Tag stecken auffallend viele der Leute in Sportbekleidung. Sie versammeln sich in einem abgesperrten Bereich mitten auf der Straße, rollen ihre Yoga-Matten aus und lassen sich entspannt darauf nieder. Es ist Sommerbeginn, der 21. Juni. Der Tag des Mind over Madness Yoga. Seit 2003 gibt es das Event. Mittlerweile treffen sich jährlich mehrere Tausend Praktizierende zum Yoga zwischen Hochhäusern, um den längsten Tag des Jahres zu feiern. Drei Mal am Tag halten bekannte New Yorker Yoga-Lehrer ihre eineinhalbstündigen Klassen kostenlos unter freiem Himmel ab. Teilnehmen kann jeder, der sich angemeldet hat – oder unbemerkt den Weg durch die Absperrungen findet. In diesem Jahr haben sich fast 6.000 Yoga-Fans aus New York und der ganzen Welt angemeldet. Das sind 2.000 mehr als im vergangenen Jahr. Veranstaltet wird das Event von der Times Square Alliance, die auch die Silvesterparty dort organisiert. "Es ist schön, zweimal im Jahr ein Event zu haben, das so viele Menschen begeistert", sagt Präsident und Erfinder Tim Tompkins. Vor acht Jahren hatte der selbst Yoga praktizierende Tompkins zusammen mit seinem Freund, dem Yogalehrer Douglas Stewart, die Idee zu der Massenklasse: "Wir dachten es wäre nett, alle New Yorker und Besucher zu einem gemeinsamen 'Om' einzuladen, um Ruhe am frenetischsten Ort der Welt zu finden." Zur ersten Yoga-Madness vor acht Jahren kam lediglich ein weiterer Teilnehmer, um mit Tompkins und Stewart mit nach unten gerichteten Hunden und Krieger-Posen den Sommer am Times Square zu begrüßen. Seitdem werden es von Jahr zu Jahr mehr Teilnehmer. "Am wichtigsten ist die Mundpropaganda", sagt Tompkins. Mit steigender Teilnehmerzahl änderte sich auch der Rahmen: Musik kam hinzu und ein Yoga-Dorf mit kleinen Ständen und Sponsoren. Dieses Jahr spendierte ein Sponsor den ersten tausend Teilnehmern Yogamatten, ein anderer Handtücher. Und noch etwas war neu in diesem Jahr: Es gab zum ersten Mal einen Livestream im Internet. "Wir wollen, dass die Menschen überall auf der Welt teilhaben können", sagt Tompkins, "und hoffen, dass in Zukunft noch mehr Menschen kommen und sich auch Nachahmer in anderen Städten finden."

29.06.2011
Roboter befördert in Hotel Gepäck in Schließfächer
In einem New Yorker Hotel hat jetzt der erste Gepäckroboter der Welt seine Arbeit aufgenommen. Die Maschine mit einem sechs Meter langen Roboterarm befördert das Gepäck von Gästen, die nach dem Auschecken noch ein wenig den Big Apple erkunden wollen, automatisch in Schließfächer.Es sei "die weltweit radikalste Art, Gepäck aufzubewahren", heißt es auf der Website der Hotelkette "Yotel", deren Markenzeichen kleine, aber toll ausgestattete Zimmer sind. Das ungewöhnliche Roboter- Service ist aber nicht die einzige Besonderheit des neuen 669- Zimmer Hauses, das sich nur drei Häuserblocks vom Times Square entfernt befindet. Gäste des "Yotel" checken in der Rezeption an Schaltern ein, die an Flughafen- Terminals erinnern. Mitarbeiter stehen nur parat, um jenen zu helfen, die bei der Anmeldung am Bildschirm Probleme haben. In den weniger als 18 Quadratmeter großen Zimmern, die wegen ihrer Kleinheit Kabinen genannt werden, findet sich alles, was ein luxuriöses Hotel bieten kann: ein platzsparendes Bett, das motorbetrieben bewegt werden kann, eine Regendusche, eine Technikwand mit Flachbild- Fernseher, Musikanlage und Stromversorgung, eine Workstation und kostenloses Wi- Fi.

30.06.2011
Schildkröten blockieren Flugverkehr in New York
Etwa 150 Schildkröten auf der Rollbahn haben am Mittwoch für Verspätungen am New Yorker Kennedy-Flughafen gesorgt. Die Tiere wollten zum Strand, um dort ihre Eier abzulegen, wie die US-Flugsicherheitsbehörde FAA mitteilte. Binnen kurzer Zeit hielten sich so viele der langsamen Diamantschildkrötenweibchen auf einer Rollbahn auf, dass Dutzende Flüge auf eine andere Bahn verlegt werden mussten. Am Kennedy-Flughafen kommt es jedes Jahr zu einer solchen Schildkrötenwanderung. Der Grund: Der Airport liegt in der Nähe der Jamaica Bay und eines geschützten Parks. Ende Juni und Anfang Juli machen sich die Tiere auf zu einem Strand, um dort ihre Eier abzulegen.

15.06.2011
New York plant größten Stadt-Zeltplatz der USA
Unbenutzte Landebahnen, leer stehende Hallen: Vorbei sind die Zeiten, als Flugzeuge auf dem Floyd Bennett Field gelandet sind. Die Grünfläche im Süden Brooklyns ist nicht nur ein beliebtes Outdoor-Ziel - Touristen bietet sie bald eine günstige Alternative zum Hotel.
Gute Nachrichten für New-York-Urlauber, die nachts dem Lärm der Großstadt entfliehen und die teuersten Hotels der Welt meiden möchten: In Zukunft werden sie ihr Zelt auf dem größten städtischen Campingplatz der USA aufschlagen können. Wie US-Innenminister Ken Salazar am Montag mitteilte, sind auf dem stillgelegten Flughafen Floyd Bennett Field in Brooklyn bis zu 600 Stellplätze in Planung. "Wir wollen anhand von New York zeigen, was man mit den Grünflächen in den Städten machen kann", sagte Salazar. Die Nutzung des Floyd Bennett Field als Campingplatz ist eine von vielen Initiativen im Rahmen von Amerikas Outdoor-Kampagne, die unter anderem darauf abzielt, New Yorks Umland attraktiver für Freizeitaktivitäten zu machen. New Yorker, die noch nie gecampt haben, lädt der staatliche National Park Service sogar zu Familienseminaren ein: Darin wird den Städtern vermittelt, wie man ein Zelt aufbaut und wie man sich in der Wildnis versorgt. Am Rande des von Wasser umgebenen Floyd Bennett Field können Besucher außerdem angeln, Fahrrad und Kajak fahren oder wandern gehen. Bislang gab es auf dem ehemaligen Flugplatz in der Jamaica Bay nur eine Handvoll offizieller Stellplätze, ein paar Feuerstellen und mobile Toiletten. Das soll sich nun ändern. In den kommenden zwei Jahren sollen Zelte laut Salazar an 90 Flecken auf dem Floyd Bennett Field aufgestellt werden dürfen, später soll die Zahl der Stellplätze auf bis zu 600 erhöht werden. Über einen Wanderweg soll das Gelände mit bereits existierenden Parkflächen im Hafengebiet verbunden werden. Das Floyd Bennett Field war 1931 als New Yorks erster städtischer Flughafen eröffnet worden. Er wurde zehn Jahre später an die Navy verkauft und war während des Zweiten Weltkriegs einer der am stärksten ausgelasteten Flugplätze der USA. Seit 1972 wird er vom National Park Service verwaltet und wurde nach und nach zum Naherholungsgebiet ausgebaut.

19.06.2011
New York: Kostenloses WLAN in Parks
Der amerikanische Telekommunikationsanbieter AT&T stellt künftig in New Yorker Parks kostenloses WLAN zur Verfügung. Der neue Service ist nicht nur für Kunden von AT&T, sondern für alle Einwohner und Besucher gratis verfügbar. In insgesamt 26 Parks in New York, von Staten Island bis zur Bronx, kann dann kostenlos im Internet gesurft werden. In der Regel können sich alle internetfähigen Geräte wie Smartphones, Notebooks oder Tablet-Computer automatisch mit dem AT&T W-LAN-Netz verbinden, alternativ kann man sich aber auch manuell mit dem WIFI-Netzwerk einwählen. Einige Parks sind bereits freigeschaltet (Thomas Jefferson Park rec-Center in East Harlem, Battery Bosque in Battery Park in Manhattan und Joyce Kilmer Park in der Bronx), weitere Hotspots werden im Verlauf des Sommers folgen. Geplant sind gratis WLAN Netze in Staten Island: Clove Lake Park und South Beach, Bronx: Bronx River Park und Devoe Park, Brooklyn: Brooklyn Bridge Park, Fort Greene Park, Herbert Von King Park, McCarren Park und Prospect Park, Manhattan: Central Park (mehrere Standorte), der High Line, Holcombe Rucker Park, Marcus Garvey Park und Tompkins Square Park, Queens: Astoria Park, Flushing Meadows Corona Park und MacDonald Park. Der Kontrakt zwischen der Stadt New York und AT&T gilt zunächst für fünf Jahre. NYC will damit die führende "Digital City" in den USA werden und AT&T sich im Big Apple besser gegen den Wettbewerber Verizon aufstellen.

25.06.2011
Sexy Meerjungfrauen in New York
Auf den Straßen von Coney Island tummeln sich halbnackte Meerjungfrauen, Delfine, Haie und viele andere sexy Meeresbewohner. Bei der alljährlichen "Mermaid Parade" haben sie jetzt wieder die Badesaison im Vergnügungsviertel eröffnet.
Bei den Kostümen sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Hauptsache, es wird wenig Stoff verwendet. Zu sehen gibt es dann z.B. spärlich bekleidete Arielles und Seegötter in hautengen, neonfarbenen Höschen, die über die Parade tänzeln und dabei jede Menge Spaß haben. Schon seit mehreren Jahrzehnten gibt es diesen schrillen Karnevalsumzug in der US-Metropole. Und jedes Mal gibt es eine Riesenparty mit Live-Musik, Tombola und vielen heißen Showeinlagen.

31.05.2011
Gruselige Maßnahme gegen zu schnelles Fahren in New York
Wenn Autofahrer von Verkehrssünden abgehalten werden sollen, wird manchmal zu extremen Methoden gegriffen. Während die deutsche Kampagne "Runter vom Gas" die Todeanzeige einer bei einem Unfall ums Leben gekommenen Familie auf übergroße Plakate druckte, drohen in einem südafrikanischen Werbespot Häftlinge mit Vergewaltigung im Gefängnis. Das New Yorker Straßenverkehrsamt hat sich jetzt für eine neue gruselige Idee entschieden.Digitale Anzeigen auf großen Straßen im Big Apple sollen künftig dafür sorgen, dass sich die Autofahrer an das Tempolimit halten. Die LED-Displays, die normalerweise über Staus oder Unfälle informieren, sollen die Konsequenzen von zu schnellem Fahren zeigen: den Tod. Dieser wird durch ein Skelett symbolisiert, das neben den Wörtern "Slow down!", also "Fahr langsamer!", erscheint. Auf die Frage warum sich das Straßenverkehrsamt ausgerechnet für eine Kampagne mit Skeletten entschieden habe, antwortete Bürgermeister Michael R. Bloomberg, man könne eine Message nur dann verständlich machen, wenn man sie plastisch darstelle. Ratsam wäre allerdings, die LED-Anzeige erst nachts laufen zu lassen, wenn die Straßen leerer sind und somit die Versuchung zu rasen größer ist. Denn tagsüber sollte es wohl kaum einem New Yorker schwer fallen, sich an das vorgeschriebene Tempolimit zu halten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit im Big Apple beträgt dann nämlich gerade einmal 15 km/h.

06.06.2011
Das "Hudson River"-Flugzeug kommt ins Museum
Der nach seiner Notwasserlandung berühmt gewordene Airbus A320 hat seine letzte Reise angetreten. Er erhält einen Ehrenplatz in einem Luftfahrtmuseum.Der durch die spektakuläre Notlandung auf dem Hudson in New York bekannt gewordene Airbus A320 hat am Samstag seine Reise in ein Museum im US-Staat North Carolina begonnen. Die Maschine der Fluggesellschaft US Airways rollte aus einer Lagerhalle im US-Staat New Jersey. Polizeiautos und Filmteams begleiteten das bei der Notlandung im Januar 2009 beschädigte Flugzeug, als es den Platz verließ, auf dem es nach dem Zwischenfall damals abgestellt worden war. Der Verkehr wurde gestoppt und Autofahrer kurbelten ihre Fenster herunter, um mit ihren Handys Fotos zu machen, als das Flugzeug auf einem Pritschenwagen über den Passaic-Fluss nach Newark gebracht wurde. Der Airbus soll nach Charlotte in North Carolina gebracht werden, wo er einen Platz im Luftfahrtmuseum bekommen soll. Die Reise dorthin wird nach Angaben des Museumspräsidenten Shawn Dorsch voraussichtlich rund eine Woche dauern, da die 36 Meter lange Maschine über Seitenstraßen transportiert werden muss, um Hindernissen wie Überführungen und Mautstellen auszuweichen. Die Flügel des Airbus’ wurden separat versandt.

10.06.2011
Grüne Schneise im Großstadtdschungel
Einfach mal Gras über die Sache wachsen lassen: In New York gilt dieses Motto schon seit zwei Jahren für eine stillgelegte Hochbahntrasse mitten durch Manhattan. Jetzt wurde der Stelzenpark High Line verlängert - und bietet den Großstädtern einen Rückzugsort im Grünen. Mehr Gras, mehr Blumen, mehr Blick: Der vor zwei Jahren in Manhattan eröffnete High Line Park ist nun doppelt so groß wie zuvor. Maß die auf alten Eisenbahngleisen errichtete Grünfläche zuvor nur eine halbe Meile (rund 800 Meter), erstreckt sie sich nun von der Gansevoort Street bis zur 30. Straße auf einer ganzen Meile (rund 1,6 Kilometer). Diese Woche weihte New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg den zweiten Teil des Parks ein. Bei seiner Eröffnung im Juni 2009 bezeichnete er ihn als "ein besonderes Geschenk für die Zukunft unserer Stadt", wie die "New York Times" damals berichtete. Nun könne man den Park noch mehr genießen, zitierte ihn die britische Zeitung "Guardian". Die bei Touristen wie Anwohnern gleichermaßen beliebte Attraktion verbindet nun die New Yorker Stadtteile Meatpacking District, West Chelsea und Hell's Kitchen und wartet mit ein paar buchstäblichen Höhepunkten auf: Von einem Ausblick namens "Falcone flyover" haben Besucher eine spektakuläre Sicht auf grüne Hügel und Rasenflächen, die sich durch die Stadt schlängeln. 210 verschiedene Arten von Bäumen, Stauden und Büsche wurden in den High Line Park gepflanzt. "Das ist ein unglaublicher Zufluchtsort, wenn man dem Verkehr in der Stadt entkommen will", zitiert der "Guardian" eine Anwohnerin. Im nördlichen Teil des Parks reihen sich neuerdings Bars und Stände aneinander, an denen Falafel, Eis oder Bier und Cola verkauft werden. Ende Juni sollen weitere Aufzüge in Betrieb genommen werden, was den Park komplett barrierefrei und somit auch für Rollstuhlfahrer zugänglich machen wird. Mehr als vier Millionen Besucher zog der Bürgerpark auf Stelzen seit seiner Eröffnung im Juni 2009 an. "Die High Line ist inzwischen ein weltbekanntes Ausflugsziel und eine New Yorker Ikone", sagte Bloomberg. Der erweiterte Teil eröffne Besuchern noch mehr Ausblicke auf die Stadt, zum Beispiel auf das Chrysler Building oder das Empire State Building. Die zwischen 1929 und 1934 errichteten Bahngleise wurden einst für Viehtransporte im Schlachthofviertel Meatpacking genutzt. In den achtziger Jahren rasten zuletzt Züge durch die Häuserschluchten. Seither ist Gras über die Schienen gewachsen.

17.05.2011
USA planen mit dem American Dream Meadowlands das größte Einkaufszentrum der Welt
In New Jersey soll das American Dream Meadowlands, der größte Einkaufs- und Unterhaltungskomplex der Welt enstehen. Die Eröffnung ist für Ende 2013 geplant.Im amerikanischen Bundesstaat New Jersey soll bereits in zwei Jahren das größte Unterhaltungszentrum der Welt eröffnen. Der sogenannte Retailkomplex besteht aus Flächen für Einzelhandel, Tourismus und Unterhaltung auf insgesamt 700.000 Quadratmetern. 3,7 Milliarden Dollar sind für den Bau eingeplant, der etwa 55 Millionen Besucher im Jahr anlocken soll. Viele Attraktionen im American Dream Meadowlands
Das Einkaufszentrum hat neben Einkaufsmöglichkeiten und Unterhaltungsangeboten auch Freizeitangebote und Hotels zu bieten. So ist zum Beispiel ein Outdoor-Riesenrad mit Blick über New York City geplant, ebenso wie eine Bühne für 2400 bis 3000 Zuschauer, Indoorhallen zum Skifahren, Eislaufen, Skydiving und ein Wasserpark. Kleine Besucher kommen in einem Kindermuseum und einer Kindertagesstätte auf ihre Kosten. Minigolf und ein Dinnertheater versprechen Unterhaltung für die ganze Familie.
Das American Dream Meadowlands ist das neue Unterhaltungs- und Einkaufsparadies
Der neue Unterhaltungskomplex ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Bundesstaat und dem erfahrenen Entwickler „Triple Five“. Der Gouverneur von New Jersey Chris Christie hofft, mit der neuen Attraktion Besucher aus der ganzen Welt anzuziehen. Von dem neuen Amerikanischen Traum verspricht man sich viel. Es würden nicht nur Menschen jeden Alters profitieren, sondern auch der gesamte Bundesstaat, denn der Tourismus wird durch dieses Projekt angekurbelt, die Steuereinnahmen erhöht und neue Arbeitsstellen geschaffen. Shoppen fürs Wirtschaftswachstum also, das sollte jedem gefallen.

23.05.2011
Die New York City Opera zieht um
Zum Ende der laufenden Spielzeit muss die New York City Opera das Lincoln Center verlassen. Obwohl Spielplan und Personal schon gekürzt wurden, kann sich die Opera die hohen Fixkosten ihres traditionellen Spielortes nicht mehr leisten. Zukünftig sollen die Produktionen des Ensembles an mehreren Standorten der Stadt New York realisiert werden.
"Wir lieben das Lincoln Center. Aber die Realität zeigt, dass die Fixkosten hier schlicht zu hoch sind", so Opernchef George Steel. Da die 2.600 Sitzplätze kaum noch gefüllt werden könnten, hätte die New York City Opera allein in dieser Saison über fünf Millionen Dollar Verlust gemacht, so Steel. Das Lincoln Center wurde vor zwei Jahren für 107 Millionen US-Dollar renoviert. Derzeit wird es neben der New York City Opera auch vom New York Philharmonic Orchestra genutzt. Auch das Orchester hatte in der Vergangenheit bereits Überlegungen angestellt, in eine andere Spielstätte umzusiedeln, diese aber schließlich verworfen.
Die New York City Opera wurde 1943 gegründet. Seit den 1960er Jahren hatte sie ihren ständigen Sitz im Lincoln Center. Das Repertoire umfasst fünf Jahrhunderte, von barocken Opern bis hin zu Werken zeitgenössischer Komponisten.

24.05.2011
New York verbietet Rauchen in Parks und auf Plätzen.
In New Yorker Parks wie dem Central Park, an Stränden und auf großen öffentlichen Plätzen wie dem Herald und dem Times Square gilt ab sofort ein absolutes Rauchverbot. Betroffen sind etwa 1.700 Parks und insgesamt etwa 14 Meilen Strand, berichtete die New York Times. "Das Leben und die Gesundheit von Nichtrauchern sollte nicht geschädigt werden, nur weil andere Menschen sich entschieden haben zu rauchen", sagte die Ratssprecherin Christine C. Quinn.
Der Stadtrat habe Anfang Februar nach monatelanger heftiger Debatte beschlossen, die strikte Regelung einzuführen. Studien hätten gezeigt, dass bei einem Abstand von einem knappen Meter das Passivrauchen unter freiem Himmel genau so schädlich sei wie in einem Raum. Wer trotz des Verbotes qualmt, muss mit einer Strafe von 50 Dollar (etwa 36 Euro) rechnen. In besonderen Fällen können es aber auch 250 Dollar sein. In öffentlichen Gebäuden und Restaurants dürfen Raucher schon lange nicht mehr ihrer Sucht frönen, konnten sich aber zumindest im Freien ungeniert eine Zigarette anstecken. Nun ist auch damit Schluss.

24.04.2011
Cosmos New York kommt zurück und stellt neues Trikot vor
Eines der größten Comebacks des Jahres steht unmittelbar in den USA bevor. Cosmos New York scheint vor dem Wiedereinstieg in die amerikanische Major League zu stehen. Der Verein, für den in den Siebzigern Franz Beckenbauer und Pele die Schuhe schnürten und ganz nebenbei das Studio54 unsicher machten, will wieder zurück in den Glanz des Profi-Fußballs. Na denn – wir sind gespannt. Die Team-Ausrüstung von Cosmos ist jedenfalls schon am Start. Und das trikot von Ausrüster umbro lässt schon mal aufhorchen. Angelehnt an das Cosmos Trikot aus den Siebzigern, kommt es in klassisch weiß garniert mit dunkelgrünen Einsätzen daher. Das alte Cosmos-Logo leuchtet von der linken Brustseite. Der Kragen ist Rundhals uns zieht sich runter bis in den Brustbereich – ähnlich wie beim adidas Bayern Trikot vor zwei Jahren. Sehr schön, das neue Cosmos New York Trikot! Noch schöner finden wir allerdings die Trainingsjacke! Dunkelgrün mit weißen Bündchen und definitiv ein Kracher auf jeder Party oder eben im Studio54. Da fallen die Mädels der Reihe nach um.

01.05.2011
Empire State Building feiert am 1. Mai 2011 seinen 80. Geburtstag
Das Empire State Building , das berühmteste Bürogebäude der Welt, wird am Sonntag, den 1. Mai 2011,
80 Jahre alt. Es ragt 443 Metern weit in den Himmel von Midtown Manhattan und gilt als eine der berühmtesten und beliebtesten
Sehenswürdigkeiten überhaupt. In den vergangenen 80 Jahren gab es für das Gebäude viele bedeutende Augenblicke. Heute erhebt es sein Haupt stolz als Symbol des 21. Jahrhunderts. Anthony E. Malkin von der Empire State Building Company erklärte:
"An diesem wichtigen Jahrestag feiert das Empire State Building 80 Jahre Geschichte als internationales Symbol für Innovation und
Erfindungsgabe." Weiterhin erzählt Malkin: "Durch ein preisgekröntes Renovierungs- und Modernisierungsprojekt bietet das berühmteste Bürogebäude der Welt sowohl seinen Mietern als auch den Millionen von Menschen, die Jahr für Jahr seine Aussichtsplattformen besuchen, unvergleichliche Erlebnisse."

04.05.2011
"Big Apple" wählt Japan-Van zum neuen Taxi
Ab Ende 2013 will New York City die aktuelle Taxi-Flotte gegen neue Nissan NV200 austauschen. Die Partnerschaft der Wirtschaftsmetropole mit den Japanern läuft über zehn Jahre.
Schiebetüren und Panoramadach im Fond. Das neue Taxi ist zudem auf die Bedürfnisse der täglich rund 600.000 Passagiere ausgelegt. Dazu gehören Schiebetüren zu den vier Sitzen im Fond, ein Panoramadach, eine separate Klimaanlage im Fondbereich sowie Lichter, die andere Verkehrsteilnehmer vor aussteigenden Fahrgästen warnen. An einer Steckdose oder einem USB-Anschluss können Handys geladen werden. Partnerschaft über zehn Jahre. Bei einer offiziellen Ausschreibung setzte sich Nissan in der letzten Runde gegen Ford und den türkischen Hersteller Karsan durch. Der japanische Autohersteller ist damit exklusiver Taxi-Partner der Stadt New York für die nächsten zehn Jahre. Gebaut wird das Nissan-Taxi in der Industriestadt Cuernavaca in Mexiko.
Wenn man New York City hört, denkt man spontan an den Spitznamen "Big Apple", die Wall Street oder den Times Square. Ein weiteres Highlight der Wirtschaftsmetropole sind aber auch die zahlreichen gelben Taxis - genau genommen sind es 13.000 "Yellow Cabs" - die jährlich rund 805 Millionen Kilometer durch die Wolkenkratzerschluchten patrouillieren. Fast alle Taxis waren bislang vom Typ Ford Crown Victoria. Die 5,38 Meter lange Limousine passt mit seinem 4,6-Liter-V8-Motor aber nicht ins gewünscht grüne Bild der Stadt. Zudem wir der Ford seit August 2011 nicht mehr gebaut. Der kleinere Taurus gilt als sein Nachfolger. Ab Ende 2013 wird das US-Modell deshalb vom Nissan NV200 abgelöst. Das neue Taxi ist eine leicht abgeänderte Version des serienmäßigen NV200, der bereits in Japan, Europa und China zu kaufen ist. Angetrieben wird die neue Taxi-Generation von einem 2,0-Liter-Vierzylinder. Bereits vor dem Projektstart werden sechs Nissan Leafs mit reinem Elektroantrieb als Test-Taxis bis 2012 eingesetzt.

31.03.2011
Bewegte Gärten New York soll grüner werden.
Durch die Schaffung von 4.500 Busdach-Gärten. Das ist zumindest der Traum eines amerikanischen Designers.
Schon mal was von bewegten Gärten gehört? Nein? Das mag daran liegen, dass es so etwas bisher noch nicht gibt. Wenn es allerdings nach dem Kommunikationsdesigner Marco Castro Cosio geht, sollen diese demnächst zu Tausenden durch New York rollen, um mehr Natur in die City zu bringen. Verhandlungen mit den Busgesellschaften sind bereits im Gange.
14 Hektar zusätzliche Grünfläche Cosios Plan: die Dächer der rund 4.500 öffentlichen New Yorker Busse begrünen zu lassen - das wären zusammengenommen eine beachtliche Fläche von 14 Hektar. Ein Prototyp rollt bereits durch die Straßen, um Aufmerksamkeit und Sympathien für das kühne Projekt zu gewinnen. Cosios Motivation: "Mehr Natur in die Stadt zu bringen."

06.04.2011
Milliardeninvestment in New Yorks Uferfront
In Hamburg kann man kilometerweit am Wasser entlang flanieren oder sogar ein Häuschen mit Elbblick kaufen. In New York hingegen sind viele Grundstücke, die am Ufer liegen, Ödland. Eine Promenade zum spazieren gehen fehlt ebenso. Das soll sich nun ändern.
Gleich 3,3 Milliarden Dollar will die Stadt entlang des Wassers investieren. Entstehen sollen in erster Linie Wohngebiete. Genug Platz ist da, immerhin hat New York eine Wasserlinie von 930 Kilometer Länge. Zum Planungsgebiet gehören Manhattan, die angrenzenden Viertel sowie Grundstücke am East River, Hudson River und am Atlantik. Insbesondere die äußeren Stadtbezirke, also Brooklyn, Queens, Staaten Island und die Bronx sollen in den kommenden drei Jahren bebaut werden. In Hunter’s Point South in Queens entstehen beispielsweise 900 neue Wohnungen. Ziel von Bürgermeister Michael Bloomberg ist es, Wohnungen für ärmere New Yorker bezahlbar zu halten.Ein weiteres Problem ist die schlechte Verkehrsanbindung der am Wasser liegenden Gebiete. Hier soll ein neuer Fährservice helfen. Die Stadt erhofft sich dadurch mehr Investitionen in die bislang vernachlässigten Bereiche.
„Vision 2020“ heißt das New Yorker Konzept und beinhaltet insgesamt 130 Einzelprojekte. Neben der Erschließung der Wohngebiete, soll das Geld für den Bau neuer Parkanlagen und Umweltschutzmaßnahmen wie die Wasseraufbereitung ausgegeben.

11.04.2011
New Yorker stimmen mit Kaugummi ab
Eine Abstimmungsform der besonderen Art erregt in New York Aufmerksamkeit: Plakate eines Deutschen Künstlers fordern zum Kaugummispucken auf. Passanten sollen so die unbeliebteste Telefongesellschaft wählen. Dank des deutschen Künstlers Stefan Haverkamp (28) können die New Yorker jetzt auf der Straße ihrer Wut über schlechte Telefonverbindungen Luft machen. Dazu müssen sie sich nur ihres „bubble gums“ entledigen. An zahlreichen Plätzen und Gehsteigen hängen Plakate mit den Logos von AT&T und Verizon, den führenden Telefonanbietern in den USA. Mit der ergänzenden Aufschrift „Who sucks the most? Vote with your gum“ (etwa: „Wer nervt mehr? Entscheide mit deinem Kaugummi“) fragt der Künstler aus dem Westerwald nach dem unbeliebteren Konzern und fordert zur Abstimmung via Kaugummi auf. Die Passanten können diesen auf das jeweilige Bild spucken und so öffentlich ihre Meinung kundtun. Dass viele klebrige Kugeln nun zum Votum verwendet werden, verdeutlicht die Aktualität des Themas: Hintergrund der Street-Art-Aktion ist die allgemeine Unzufriedenheit, da selbst in der Stadt häufig Gespräche abrupt enden, Netze zusammenbrechen und die Tonqualität durchweg sehr niedrig ist. Sowohl die Resonanz auf der Straße als auch das Echo in den Medien zeigen, dass er damit einen Nerv getroffen hat: Auf der zugehörigen Internetseite www.gumelection.com wird die Aktion diskutiert.

22.03.2011
Schildkröte verursacht Wohnungsbrand
In Brooklyn wollte eine Schildkröte aus ihrem Terrarium fliehen. Sie stieß eine Wärmelampe um und verursachte einen Brand. Eine ausgerissene Schildkröte hat in New York einen Wohnungsbrand verursacht. Die sechs Jahre alte Schildkröte mit Namen Giovani, die etwa so groß wie ein Fußball ist, überlebte das Unglück im Stadtteil Brooklyn. Vier Feuerwehrleute und Polizisten erlitten allerdings leichte Rauchvergiftung. Eine zweite Schildkröte in dem Terrarium kam ums Leben. Die Feuerwehr erklärte, Giovani habe wohl die Wärmelampe umgerissen, als er aus dem Terrarium geklettert sei. Sie entzündete Farben und Verdünner, sodass sich die Flammen rasch in der Wohnung ausbreiteten. Die Zeitung „New York Post“ berichtete, beide Reptilien hätten im Schlafzimmer ihres Besitzers gelebt. Der 18-Jährige und seine Familie waren zum Zeitpunkt des Unglücks nicht zu Hause.

26.03.2011
Aus Zoo geflohene tödliche Kobra hält New York in Atem
Eine aus dem Zoo entflohene Ägyptische Kobra hält New York in Atem. Mitarbeiter des Tierparks Bronx im Norden der US-Metropole suchten fieberhaft nach dem Reptil mit dem lebensgefährlichen Giftbiss. Die Ägyptische Kobra, auch Uräusschlange genannt, war bereits am Freitagabend aus dem Reptiliengehege entkommen. Das Jungtier ist nach Zooangaben etwa 50 Zentimeter lang.
Das Reptilienhaus bleibt bis auf weiteres für Besucher geschlossen. Für die Bewohner New Yorks bestehe aber keine Gefahr, hieß es. Der Legende nach beging die ägyptische Königin Kleopatra mit dem Biss einer Ägyptischen Kobra Selbstmord.

28.03.2011
Weiße in New York erstmals in der Minderheit
Die Volkszählung 2010 ergab, dass nur noch 49,6 Prozent der 19 Millionen New Yorker europäische Wurzeln haben.
In der US-Metropolregion New York sind Weiße jetzt zum ersten Mal in der Minderheit. Die Volkszählung 2010 ergab, dass nur noch 49,6 Prozent der 19 Millionen New Yorker europäische Wurzeln haben.
Zehn Jahre zuvor seien es noch 54,3 Prozent gewesen, berichtete die „New York Times“ am Montag. Den größeren Anteil an der Bevölkerung haben jetzt Schwarze, Asiaten und vor allem Einwanderer aus Lateinamerika oder ihre Nachkommen.
Damit sei der Raum New York die erste Metropolregion außerhalb der traditionell stark von Latinos besiedelten Gebiete im Süden und Westen der USA, in dem die Weißen in die Minderheit geraten seien. Lediglich in Manhattan und in Brooklyn sei ihr Anteil leicht gestiegen. Aber auch der Prozentsatz der Schwarzen sei in fast allen Gebieten gesunken. Der Anteil der Asiaten stieg hingegen überall. Der Umschwung gehe aber vor allem auf den Zuzug von Lateinamerikanern zurück. In nur einem der 23 Landkreise, dem teuren Manhattan, sei ihr Anteil nicht gestiegen.

15.03.2011
New York entdeckt seine maritime Seite
New York wendet sich dem Wasser zu: Bürgermeister Michael Bloomberg will hunderte Kilometer Küste der Millionenstadt für die Naherholung herausputzen und neue Fährverbindungen zwischen den Stadtteilen einrichten. Für das Projekt, das Bloomberg bei der Vorstellung als "eine der umfassendsten Umgestaltungen einer urbanen Uferregion" weltweit bezeichnete, würden in den kommenden drei Jahren insgesamt 3,3 Milliarden Dollar (rund 2,4 Milliarden Euro) bereitgestellt. Damit würden etwa 13.000 neue Jobs im Bausektor geschaffen werden. Unter anderem will der Bürgermeister 20 Hektar Uferparks am Wasser anlegen lassen. Es solle zudem Landeplätze für Kajak-Fahrer und andere Naherholungseinrichtungen geben. Von Juni an solle eine Fähre den Stadtteil Manhattan mit Brooklyn und Queens verbinden. New York, das über etwa 840 Kilometer Küste verfügt, solle zu einer der "tollsten Uferstädte weltweit" werden und dabei Städten wie San Francisco oder Seattle nacheifern, sagte Bloomberg.
Auch die Hafenanlagen der Stadt sollen renoviert werden, heruntergekommene Uferstreifen sollen ökologisch verschönert werden. "Wir haben unseren Ufergebieten buchstäblich den Rücken zugewandt", sagte Stadtratssprecherin Christine Quinn. "Wir haben nun entschieden, uns wieder unserer Küstenlinie zuzuwenden."

16.03.2011
28-Jähriger will alle Einwohner New Yorks zeichnen
Jason Palon ist auf einer kühnen Mission: Er will jeden einzelnen Einwohner New Yorks zeichnen. Insgesamt also fast neun Millionen Porträts.Die Motive werden Jason Polan so bald nicht ausgehen. Ungefähr 14.000 Porträts hat der 28-Jährige schon mit flinken Handbewegungen zu Papier gebracht. Acht Millionen weitere sollen noch folgen. Denn der Illustrator aus New York hat sich auf eine kühne Mission begeben: Er will jeden einzelnen Einwohner der Riesenstadt New York zeichnen. Als stiller Beobachter postiert sich Polan an Bahnhöfen, am Straßenrand und in Parks und zeichnet Passanten, ohne dass die es merken. Eine Minute braucht er pro Bild.
Fast neun Millionen sollen es letztlich sein. Als stiller Beobachter zeichnet der Künstler vor allem an Bahnhöfen, am Straßenrand und in Parks. Polan weiß selbst um die Unmöglichkeit seines Projekts. „Ich werde scheitern, ich werde wohl nicht alle zeichnen können, aber der Versuch macht mir Spaß“, sagt der Künstler. An diesem Tag steht er still in einer Ecke des New Yorker Bahnhofs Grand Central. Ganz unauffällig fügt er sich in die Menschenmasse ein, die ihn so fasziniert. Ein Mann mit einem Gipsbein, eine Frau mit einem Paket, ein Buckliger, ein Passant mit Hut – Polan zeichnet, ohne auch nur auf seinen Block zu schauen. Es bleibt nur Zeit für einige wenige charakteristische Striche. Seine Motive eilen schnell vorbei. Jede Skizze muss sofort sitzen, Polan bessert die Zeichnungen später nicht nach. „Mir geht es vor allem um Natürlichkeit“, sagt er. Diese Natürlichkeit will er erreichen, indem er heimlich zeichnet und die Porträtierten gar nicht erst um Erlaubnis bittet. „Es ist eine Art Versteckspiel.“
Die Zeichnungen veröffentlicht er auf seiner Webseite:
www. everypersoninnewyork.

19.03.2011
New York bekommt höchsten Plattenbau der Welt
Ein amerikanischer Bauunternehmer will in New York ein Hochhaus aus Fertigteilen zusammenbauen lassen und so bis zur Hälfte der Baukosten einsparen. Das Gebäude mit 34 Stockwerken und 400 Apartments für Menschen mit geringeren Einkommen soll in einem Neubaugebiet im Stadteil Brooklyn entstehen. Der Immobilienentwickler Bruce C. Ratner arbeite seit einem Jahr an entsprechenden Plänen, habe sie bisher aber geheim gehalten, berichtet die New York Times. Sein Unternehmen Forest City Ratner habe die Pläne jetzt bestätigt. Eine endgültige Entscheidung, ob das Apartmenthaus herkömmlich oder in Fertigbauweise errichtet wird, sei aber noch nicht gefallen. Insgesamt sind in dem Neubaugebiet Atlantic Yards 16 Gebäude für 4,9 Milliarden Dollar geplant, außerdem ein Basketball-Stadion. Die Teile für den Hochhaus-Plattenbau würden in einer Fabrik vorgefertigt und dann vor Ort verbaut. Kräne würden die insgesamt 900 Module zu einer Art weltweit größtem Plattenbau zusammenfügen. Das bislang höchste Haus, das aus Fertigteilen zusammengesetzt wurde, steht im englischen Wolverhampton und hat 25 Stockwerken. Es wurde in weniger als 12 Monaten errichtet. Unternehmer Ratner sei jüngst nach Europa gereist und habe mit den Bauherren dort geredet, heißt es in dem Bericht.
Laut Architekten ist Fertigbauweise für hohe Bauten zwar grundsätzlich kein Problem. Je höher das Gebäude aber wird, umso komplexer sei die Aufgabe, heißt es. Ärger riskiert der Unternehmer mit den Gewerkschaften. „Wir haben die Fertigbauweise nie unterstützt, aus offensichtlichen Gründen“, zitiert die New York Times den Chef der Bauarbeiter-Gewerkschaft von New York, Gary La Barbera. Die Fertigbauweise würde nicht nur weniger Arbeitsplätze bedeuten – die Arbeiter in einer Fertigteile-Fabrik verdienen auch deutlich weniger als die Maurer und Handwerker auf den Baustellen.Pikant daran: Ratner hat von der öffentlichen Hand Zusagen für Subventionen erhalten. Neben dem Versprechen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, hatte Ratner auch erklärt, es würden 17.000 Arbeitsplätze geschaffen werden.

22.02.2011
Heldenhafter Hubschrauber-Einsatz
New Yorker Polizisten retten Kadetten.
Sie saßen stundenlang auf einem winzigen Felsvorsprung fest, dann kam Hilfe aus der Luft: Mit einem heldenhaften Hubschrauber-Einsatz haben New Yorker Polizisten zwei gestrandete Kadetten der Militärakademie West Point gerettet.
West Point - Diese Übung lief nicht nach Plan: Am Ende zitterten zwei 20-jährige Kadetten um ihr Leben. Sie hingen auf einem nur 45 Zentimeter breiten Felsvorsprung in 150 Metern Höhe auf einer Klippe fest, wie die Polizei mitteilte.
Ein Hubschrauber der New Yorker Polizei konnte sich dem fast vertikalen Felsen trotz Dunkelheit und gefährlichem Wind bis auf wenige Meter nähern - und die Kadetten in Sicherheit bringen. "Es war das Gefährlichste, was ich jemals bei der Polizei gemacht habe", sagte der Hubschrauberpilot Steve Browning, der seit 14 Jahren für das NYPD fliegt und zuvor ebenso lange Pilot bei den US-Streitkräften war. Die beiden Kadetten waren nach zehn Stunden in eisiger Kälte auf der Klippe in West Point, 80 Kilometer nördlich von New York, unterkühlt, ansonsten aber in guter gesundheitlicher Verfassung. Nach Angaben einer West-Point-Sprecherin wurden sie im Krankenhaus behandelt.

04.03.2011
New York unter Schafen: Papp-Kunst am Times Square
24 Schafe aus Pappe "grasen" am New Yorker Times Square. Mit der Installation will die Künstlerin ein wenig Entspannung in die hektische Großstadt bringen. Schäfchen zählen in der Stadt, die niemals schläft: Der Künstler Kyu Seok Oh versucht mit einer Installation ein wenig Ruhe in die Metropole zu bringen. 24 Schafe aus Pappe "Grasen" bis zum 7. März am New Yorker Times Square, dem vielleicht hektischsten Platz der Acht-Millionen-Einwohner-Stadt. Es gehe darum, "ein wenig zu entspannen, Schafe zu zählen und vielleicht sogar ein kleines Nickerchen zu halten", so das Motto. Die Installation ist Teil der 13. Ausgabe der Kunstmesse "The Armory Show", die am Donnerstag eröffnet wird. Bis zum 6. März wird bei der Messe zeitgenössische und moderne Kunst präsentiert. Parallel zur "Armory Show" findet wie in den vergangenen Jahre auch heuer die "Armory Arts Week" statt, die jeden Tag einen anderen Stadtteil von New York und dessen künstlerische Szene mit öffentlichen Veranstaltungen in den Fokus rückt. Im vergangenen Jahre verbuchte die Kunstmesse rund 60.000 Besucher, was einem Zuwachs von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

06.03.2011
New York entdeckt das Bier
New York erlebt zur Zeit eine wahre Bier-Schwemme. Immer mehr Bars bieten "beer-tastings" an, Proben von ausgefallenen Gerstensäften aus aller Welt. Restaurants in Manhattan empfehlen das passende Bier zum Menü. Wer es noch ausgefallener haben will, kann Bier-Cocktails probieren: Mit Tomatensaft, Limetten und Tequila. "Jimmy Number 43" - in diese urige Kellerkneipe im New Yorker East Village geht man nicht einfach nur "ein Bier trinken". Hier gibt es rund 40 verschiedene Biersorten aus aller Welt. Das exklusive "Fantome Noel" aus Belgien kostet 40 Dollar die Flasche - oder wie wär´s mit einem amerikanisches Full Sail Session Black für nur fünf Bucks die Pulle? "New York hat die meisten Biere auf der ganzen Welt. Wir haben Biere aus Deutschland, Japan oder Belgien und die neuen amerikanischen Biere", sagt Kneipenwirt Jimmy Carbone. Man sieht es ihm an, dieser fröhliche runde Mann liebt Bier! "Bier ist populär", sagt Kneipenwirt Jimmy. Allein in der Umgebung New Yorks sind in den letzten Jahren rund 100 neue kleine Brauereien entstanden. Wer Bier mag, muss also scheinbar nach New York kommen.

19.02.2011
Riesige Rosen holen New York aus dem Winterschlaf
Überdimensional grosse Rosen zieren derzeit den Grünstreifen der Park Avenue in New York. Urheber der rosa und pinken Blüten ist der New Yorker Künstler Will Ryman. Er hat die bis zu 7,6 Meter hohen Rosen kreiert und zwischen der 57. und 67. Strasse aufgestellt. Zu sehen sind die 38 Blumenskulpturen und 20 Blütenblätter noch bis zum 31. Mai 2011. Die Plastiken aus Stahl, Fiberglas-Harz und Autolack sind ein Ausdruck der «herausragenden Qualitäten der Stadt New York durch Grösse», wie der Künstler auf seiner Internetseite mitteilt. «Ich wollte mit den Rosen etwas Überlebensgrosses und Ortsspezifisches machen». Mit dem Zeitpunkt der Installation im tiefen Winter holt er die Beete zwischen den Fahrbahnen schon mal aus dem Winterschlaf. Ryman gibt inmitten von Schneefällen einen Ausblick auf die im Frühjahr wieder aufblühenden Grünstreifen. Bienen, Marienkäfer und auch Blattläuse sind auf den Blüten zu sehen - wie im richtigen Leben, nur alles etwas grösser.

20.02.2011
Kein Licht am Ende des Tunnels
Das Projekt einer neuen Bahnverbindung nach New York scheitert an Parteipolitik und leeren Kassen
Chris Christie, der Gouverneur von New Jersey, hat ein rund 10 Milliarden Dollar teures Tunnelprojekt überraschend abgeblasen. Damit bleiben die Verkehrsprobleme zwischen New York und seinen westlichen Vororten auf Jahre hinaus ungelöst.
Am Rande von Jersey City, nicht weit entfernt vom Hudson River, schütten Bagger seit Wochen eine riesengrosse Öffnung unterhalb einer Schnellstrasse mit Erde zu. An dieser Stelle war im Juni vergangenen Jahres der Spatenstich eines jahrzehntelang geplanten Bahnprojekts gefeiert worden. Ein zweiter Eisenbahntunnel zwischen New Jersey und Manhattan – der erste stammt aus dem Jahr 1910 und ist chronisch verstopft – hätte die Zahl der Zugreisenden mindestens verdoppeln und die Region westlich des Hudson River ökonomisch aufwerten sollen.
Abrupter Baustopp
Es bedurfte einiger Gutachten und langer Verhandlungen, bis die Finanzierung des 12,9 Kilometer langen ARC-Tunnels (eine Abkürzung für «Access to the Region's Core») auf soliden Füssen zu stehen schien. Von den geschätzten Gesamtkosten von 8,7 Milliarden Dollar wollten der Bund und die New Yorker Hafenbehörde Port Authority je 3 Milliarden Dollar übernehmen. Die restlichen 2,7 Milliarden sollten aus diversen Töpfen des Staats New Jersey bezahlt werden. Das Projekt nahm zunächst seinen Gang. Verträge im Wert von über einer Milliarde Dollar wurden abgeschlossen, die Bagger rückten aus. Die Bauwirtschaft rechnete mit 6000 neuen Arbeitsplätzen und die Makler in New Jersey mit steigenden Immobilienpreisen – bis die Einwohner von New Jersey vor einem Jahr einen neuen republikanischen Gouverneur wählten.
Zehn Monate nach seinem Amtsantritt erklärte Chris Christie das Lieblingsprojekt seines demokratischen Vorgängers Jon Corzine für beendet. Dabei berief er sich auf eine Routineuntersuchung des amerikanischen Verkehrsministeriums, aus der hervorging, dass das Projekt mindestens 9,8 Milliarden Dollar, unter Umständen bis zu 13,8 Milliarden Dollar kosten könnte. Selbst der binnen 24 Stunden eingeflogene Verkehrsminister Ray LaHood konnten den «tough guy from New Jersey», wie ihn die lokale Presse tituliert, nicht umstimmen. LaHood bot im Fall entstehender Mehrkosten Kreditbürgschaften und günstige Darlehen aus einem Eisenbahnfonds des Bundes an. Ausserdem erhöhte er den zugesagten Beitrag des Bundes auf fast 3,4 Milliarden Dollar. Mehr habe das Ministerium in seiner ganzen Geschichte nicht bewilligt, erklärte LaHood.

21.02.2011
New Yorker Brandopfer nach 100 Jahren identifiziert
Die Toten nach einem Feuer in New York vor 100 Jahren lagen in einem anonymen Grab. Jetzt erst haben Wissenschaftler ihre Namen herausbekommen. Genau 100 Jahre nach ihrem Tod sind die letzten Opfer eines gewaltigen Großbrandes in New York identifiziert worden. Nach vierjähriger Recherche sei es einem Hobbyhistoriker gelungen, die fünf Frauen und einen Mann klar zuzuordnen, meldete die „New York Times“. Die sechs hätten dazu nicht exhumiert werden müssen, um Gebisse oder DNA-Sequenzen zu vergleichen. Die Identifizierung sei allein durch den Abgleich von Listen, Zeitungsartikeln, Friedhofspapieren und persönlichen Unterlagen gelungen. Bei dem Großbrand waren am 25. März 1911 in einer Textilfabrik 146 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten von ihnen waren Einwanderer, die als Näherinnen ein karges Auskommen hatten. Viele Opfer waren so verbrannt, dass sie nur mit Mühe identifiziert werden konnten. Die übrigen sechs, die erst jetzt zugeordnet werden konnten, waren in einem anonymen Grab beigesetzt worden. Nach dem Feuer hatte es Proteste und Demonstrationen der Gewerkschaften gegeben. Das Unglück führte nicht nur zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen, sondern war auch Auslöser mehrerer entscheidender Gesetze zum Brandschutz, die noch heute gelten.

11.02.2011
New Yorker Restaurant bietet Accessoires aus Haut gegessener Tiere
Mit einer ungewöhnlichen Aktion macht ein New Yorker Restaurant auf sich aufmerksam: Besucher von Marlow and Sons im hippen Stadtteil Williamsburg sollen das zu sich genommene Essen auf Dauer in Erinnerung behalten und deshalb Accessoires, wie beispielsweise Taschen, aus der Haut der verzehrten Tiere erwerben können.
Mit einer ungewöhnlichen Aktion macht ein New Yorker Restaurant auf sich aufmerksam: Besucher von Marlow and Sons im hippen Stadtteil Williamsburg sollen das zu sich genommene Essen auf Dauer in Erinnerung behalten und deshalb Accessoires, wie beispielsweise Taschen, aus der Haut der verzehrten Tiere erwerben können. "Wir wollen etwas, an dem die Leute auch über das Essen hinaus Freude haben können", sagte die Frau des Restaurantbesitzers, Kate Huling, der Nachrichtenagentur AFP. "Sie kommen 'rein, sie essen, sie gehen und denken normalerweise an etwas anderes." Mit den Taschen hingegen werde das Tier "bewahrt und geehrt".

13.02.2011
New Yorker Polizei-Sirenen sind bald Geschichte
Sie gehören zu New York wie die Wolkenkratzer, die gelben Taxis und die Hotdog-Verkäufer: Die heulenden Sirenen der Polizeiautos. Doch die werden bald Geschichte sein, wie die Zeitung «Wall Street Journal» am Freitag berichtete.
Stattdessen sollen die neuen Fahrzeuge mit «vibrierenden Sirenen» ausgestattet werden, die Fussgänger und Autofahrer dann auch fühlen können. Das neue System namens «Rumbler» verbinde eine leisere Sirene mit einem vibrierenden Rumpeln, hiess es.
Bis zum Sommer sollen nach Angaben des Chefs der New Yorker Polizeifahrzeugflotte, Robert Martinez, schon 500 Polizeiautos mit
der neuen Sirene ausgestattet sein. Alle neuen Fahrzeuge erhielten dieses System, bis die ganze Flotte damit ausgestattet sei.

14.02.2011
Safer Sex and the City - Kondom App in New York
Pünktlich zum Valentinstag hat die Stadt New York eine Smartphone-Applikation veröffentlicht. Sie führt die User zur nächsten Abgabestelle von Gratis-Präservativen.Das Datum ist natürlich kein Zufall: «Wir wollen, dass New York die sicherste Stadt der Welt ist, um Sex zu haben», erklärte Monica Sweeney, im städtischen Gesundheitsdepartement zuständig für HIV/Aids-Prävention, der Nachrichtenagentur Reuters. Die neue Gratis-App «NYC Condom Finder» für iPhone und Android-Handys führt die User via GPS zu den fünf nächstgelegenen Standorten im «Big Apple», an denen kostenlose Kondome erhältlich sind.
Das Gratis-Kondom-Programm existiert in New York bereits seit 1971, inzwischen gibt es rund 3000 Abgabestellen, darunter neben Spitälern und Arztpraxen auch Restaurants und Nachtklubs. In den letzten fünf Jahren wurden etwa drei Millionen Gummis abgeben – pro Monat. Das Programm ist nicht unumstritten, Eltern kritisieren, es verleite Kinder dazu, Sex zu haben. «Wir fördern nicht Sex, sondern Safer Sex», kontert Monica Sweeney.

02.02.2011
Stuttgarter gewinnt Treppenlauf in New York
Zum sechsten Mal in Folge hat Thomas Dold aus Stuttgart den Treppenlauf im Empire State Building gewonnen. Der 26-Jährige brauchte am Dienstag nur zehn Minuten und zehn Sekunden bis zur Aussichtsgalerie am höchsten Gebäude New Yorks, wie der Regionalsender NY1 berichtete. Als erster von etwa 400 Läufern durchlief er bei kaltem Nieselregen das Zielband im 86. Stock. Das jährliche Rennen fand schon zum 34. Mal statt, seit einigen Jahren wird damit Geld für den Kampf gegen Krebs gesammelt. Dold, der auch Weltmeister im Rückwärtslaufen ist, ist seit Jahren nicht zu schlagen.

04.02.2011
New York macht Rauchern das Leben schwer
Für Raucher wird das Leben in New York immer komplizierter: Künftig sind für sie auch Parks, Strände und Fussgängerzonen tabu.
Das New Yorker Stadtparlament hat am Mittwoch ein Gesetz zur Ausweitung des Rauchverbots in der Millionenmetropole beschlossen. Künftig darf auch in den 1700 Parks der Stadt, an Stränden und in Fussgängerzonen nicht geraucht werden.
Die Abgeordneten votierten mit 36 zu 12 Stimmen für das strikte Rauchverbot. Nach der Unterschrift von Bürgermeister Michael Bloomberg soll das Gesetz in drei Monaten in Kraft treten. Verstösse werde mit einer Geldbusse von 50 Dollar bestraft.
Frische Luft für die New Yorker«In diesem Sommer werden die New Yorker auf der Suche nach frischer Luft und Erholung frei atmen können und sich an die Strände legen, die nicht mehr mit Zigarettenkippen bedeckt sind», erklärte Bloomberg, der als strikter Befürworter des Rauchverbots gilt.Bereits seit neun Jahren gilt in New York ein Rauchverbot in Bars und Restaurants. Bloomberg erklärte, seit 2002 lebten die Einwohner der Stadt im Schnitt 19 Monate länger. Bei Rauchern stösst das neue Gesetz auf scharfe Kritik. Ihrer Meinung nach werden damit die Freiheitsrechte des Menschen verletzt.

07.02.2011
Hudson-River-Hündin stirbt bei Brand
In New York ist eine Schäferhündin einen Monat nach ihrer Rettung aus dem eiskalten Hudson River nun bei einem Feuer ums Leben gekommen. Die Jacht, auf der das Tier mit seinem Besitzer lebte, fing Feuer. Bereits am Freitagmorgen hatte sich auf der Jacht ihres Besitzers Mark Stoss ein Brand ereignet, bei dem der 42-Jährige eine Rauchvergiftung erlitt und zudem anschließend wegen Unterkühlung behandelt werden musste. Stoss berichtete, dass er noch versucht habe das Tier zu retten. Aufgrund der Flammen habe er die Schäferhündin namens Chloe aber nicht erreichen können, sagte er der Zeitung "Daily News" im Krankenhaus.
Die Ermittler vermuten, dass ein defekter elektronischer Heizkörper den Brand ausgelöst hat. Anfang Januar hatte Chloe für Schlagzeilen gesorgt, als sie von der Jacht ihres Besitzes in das eisige Wasser des Hudson gefallen war und von einem Polizeitaucher gerettet wurde.

10.01.2011
Ohne Hosen durch New York
Als wäre es das Gewöhnlichste von der Welt, sind am Sonntag hunderte New Yorker ohne Rock und Hose in die U-Bahn gestiegen. Die ungewöhnlich bekleideten Fahrgäste waren Teilnehmer der zehnten Ausgabe des "No Pants Subway Ride", einer humoristischen Aktion, die inzwischen in rund 50 Städten in 24 Ländern stattfindet. Was an jedem anderen Tag wohl für Erstaunen und Empörung sorgen würde, rief bei den meisten anderen Fahrgästen in New York nur ein Lächeln hervor.
"Das ist nicht illegal, und die Polizei ist da, um Euch zu beschützen, zieht aber nicht Eure Unterwäsche aus!", ermahnte einer der Organisatoren per Megaphon rund 300 Teilnehmer, die sich vor Beginn der Aktion bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt im Süden Manhattans an einem der sechs Sammelpunkte zu einer Einweisung versammelt hatten. Der älteste Teilnehmer der Gruppe war 76 Jahre, der jüngste gerade neun Monate alt. Ob sie das Baby in der U-Bahn ebenfalls ausziehen würden, sagten die Eltern nicht.
Bevor er die Gruppe in die U-Bahn entließ, rief der Organisator die Teilnehmer noch auf, nicht zu vergessen, ihre Kleidung in den Rucksack zu stecken: In den Vorjahren hatten Teilnehmer wiederholt ihre Hosen oder Röcke vergessen, so dass sie nur in Slip oder Shorts nach Hause gehen mussten. Unbekümmert von ihren unbekleideten Beinen nahmen die Teilnehmer nach der Einweisung die U-Bahn. "In meinem Land, in Russland, wäre das sicher verboten", sagte ein junger Teilnehmer namens Jewgeni, der in New York arbeitet.Die Aktion, organisiert von der Gruppe "Improv Everywhere", begann 2002 in New York mit nur sieben Teilnehmern. Seitdem hat sie sich auf Washington, Los Angeles und Chicago sowie dutzende weitere Städte weltweit ausgedehnt.

16.01.2011
Rattenalarm in New Yorker U-Bahn
Dieses Video zeigt den ekligen Albtraum vieler U-Bahnfahrer: Eine Ratte rennt durch die Sitz-Reihen, krabbelt die Hose eines Passagiers hoch. Rattenalarm in Brooklyn (New York)!Normalerweise halten sich die lästigen Nager nur im Gleisbett auf und lassen sich von den U-Bahnen kaum stören. Doch diese Ratte hat es in einen der Waggons geschafft!
Wie wild rennt sie von einem Ende zum anderen. Dann krabbelt das Biest einem schlafendem Mitfahrer das Bein hoch, bis es auf seiner Schulter sitzt.Der Mann wacht auf, versucht angeekelt, die Ratte loszuwerden. Erst nach paar Schlägen lässt sich das Tier verscheuchen. Ekel-Alarm im Untergrund!In der Metropole mit mehr als acht Millionen Einwohnern leben mindestens 17 Millionen Ratten. Besonders in den U-Bahn-Schächten und -höfen haben sie sich zu einer Plage entwickelt.
Zum Video gehts hier

30.01.2011
New York: Fußgängern soll jegliche Ablenkung verboten werden
Wer künftig die Straße mit einer tragbaren Spielkonsole, Handy oder MP3-Player überquert, wird mit 100 US-Dollar Strafe belegt, sollte der Vorschlag des New Yorker Politikers Carl Kruger umgesetzt werden. Man könne nicht aufmerksam sein, wenn man sein BlackBerry bedient, auf dem Handy eine Nummer wählt, Super Mario Brothers auf dem Game Boy spielt oder auf dem iPod Musik hört, argumentiert er.Nach Arkansas könnte New York nun der zweite Bundesstaat innerhalb der USA werden, der den Fußgängern jegliche Ablenkung verbieten will. Als Anlass nimmt Carl Kruger einen Unfall in Manhattan im Dezember. Ein 21-jähriger Mitarbeiter eines Restaurants ist von einem LKW überfahren worden. Wegen der lauten Musik in seinen Kopfhörern hatte er die warnende Hupe des Fahrers nicht hören können. Auch erfreut sich bei YouTube ein Video großer Beliebtheit, bei der eine Frau im Einkaufszentrum so sehr mit dem Schreiben einer SMS beschäftigt war, dass sie in den Brunnen fiel. Das Video wurde bei YouTube in verschiedenen Ausführungen weit über 2 Millionen Mal angesehen. Vielleicht sollte ein Smartphone-Hersteller Werbung für wasserfeste Geräte darin integrieren.Wer Spiele auf tragbaren Geräten spielt, Musik hört oder telefoniert, der ist zu sehr abgelenkt und könne sich nicht auf den Straßenverkehr einstellen, so Kruger. Wer dennoch öffentliche Straßen mit Geräten am Ohr oder in den Händen überquert, soll mit einer Strafe in Höhe von 100 US-Dollar (umgerechnet etwa 74 Euro) belegt werden. In der Vergangenheit war es bereits zum Verbot der Benutzung von Handys am Steuer gekommen. Jetzt sind offenbar die Fußgänger an der Reihe. Vom Sender CBS befragte Personen sind von den Plänen nicht durchweg begeistert. Manche Eltern befürworten zwar die Initiative zum Schutz ihrer Kinder. Manche sehen dies aber als einen zu tiefen Eingriff in ihre Persönlichkeitsrechte an. Wieder andere möchten auf dem Weg zur Arbeit statt der Stimmen um sie herum lieber für sie angenehme Musik hören.

01.01.2011
Gut eine Million Menschen bejubeln Neujahr am Times Square
Genau sechs Stunden nach den Deutschen haben mehr als eine Million Menschen am New Yorker Times Square das neue Jahr begrüßt. Mehrere Tausend Polizisten hatten den Times Square, der mehrfach das Ziel islamistischer Terroristen war, hermetisch abgeriegelt.Am Nachmittag wurde der gesamte Platz geräumt und abgesucht, die Gullydeckel wurden versiegelt und Bombenspürhunde auf die Suche geschickt. Anschließend wurden Besucher nur nach strenger Kontrolle wieder zugelassen - ohne Tasche oder Rucksack.

02.01.2011
US-Bundesstaat New York hat neuen Gouverneur
Der US-Bundesstaat New York hat einen neuen Landesvater. Der demokratische Politiker Andrew Cuomo, Jurist und Wohnungsbauminister des früheren US-Präsidenten Bill Clinton, wurde nach einem Bericht der „New York Times“ in der Silvesternacht zum neuen Gouverneur vereidigt.Er löst seinen Parteigenossen David Paterson ab, der das Amt 2008 als Vize des gewählten Gouverneurs Eliot Spitzer nach dessen Rücktritt übernommen hatte. Spitzer, der als Scharfmacher bekannt war, gab nur 15 Monate nach Beginn seiner Amtszeit wegen eines Sexskandals auf. In den Fußstapfen des VatersMit Andrew Cuomo tritt an der Spitze der Landesregierung in der Stadt Albany erstmals ein Sohn in die Fußstapfen seines Vaters. Mario Cuomo war äußerst populär, wurde dreimal zum Gouverneur gewählt und regierte von 1983 bis 1994. Sohn Andrew ist von Kerry Kennedy geschieden, einer Tochter des ermordeten US-Politikers Robert Kennedy und Nichte von John F. Kennedy, und hat drei Kinder mit ihr.

04.01.2011
Müll rettet Lebensmüden
Niemand will mit Müllbergen vor dem Haus leben. Doch Vangelis Icapatos (26) überlebte nur deswegen.
Der Schneesturm, der New York nach Weihnachten fest im Griff hatte, richtete allerlei Schäden an. Wegen des vielen Schnees kam es auch zu beachtlichen Verspätungen bei der Müllabfuhr: Auf den Strassen und in den Innenhöfen türmten sich die Abfallsäcke tagelang ein lebensrettender Umstand für Vangelis Icapatos (26).Dieser wollte seinem Leben ein Ende setzen, indem er aus dem obersten Stock seines Wohnhauses sprang. Sein Sprung aus dem neuen Stock wäre eine todsichere Sache gewesen – hätten sich vor dem Haus nicht zig Müllsäcke gestapelt. In diese stürzte der lebensmüde 26-Jährige. Dort blieb er verletzt liegen, bis die Ambulanz ihn ins Spital brachte. «Ich kann kaum glauben, dass der Müll seinen Sturz abgeschwächt und ihm das Leben gerettet hat», sagte eine Nachbarin gegenüber lokalen Medien. «Jetzt regt mich auch der Abfallberg vor meinem Haus nicht mehr auf.


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